IHRE MEINUNG
Zum Artikel "Moselhöhen werden zum Windkraft-Eldorado" (TV vom 24. Juli):
War das denn schon alles an Gegenwehr? Wie weit kann einen die Geld- und Profitgier treiben, um solche gravierenden Einschnitte in die Natur und Lebensqualität zu genehmigen? Es können wirklich nicht der Umweltschutz und die Förderung neuer Energien sein. Diese Argumente von den meisten Befürwortern dieser Schandflecke sind nicht nachvollziehbar. Warum sonst belegt man nicht die Zigtausenden Quadratmeter an verfügbaren Dachflächen mit Photovoltaikanlagen? Ist vielleicht nicht so ertragreich und komplizierter. Dafür aber gesünder (kein Rotorlärm und Schattenwurf, nachts keine roten Blinklichter), und es werden keine Gebiete verschandelt. Der Gedanke an die nachfolgenden Generationen oder das Bestreben, Weltkulturerbe zu werden, sind Argumente gegen diese Anlagen. Warum benötigen wir diese Windkrafträder überhaupt, wo doch bald ein Wasserkraftwerk für 500 000 Haushalte (Stadt Trier hat cirka 75 000 Haushalte) entstehen soll? Wie sagte der ehemalige Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Berthold Biewer, sinngemäß: die bestehenden Anlagen, ja. Aber dann muss es das gewesen sein. Und selbst diese alten, kleineren Anlagen sind ja zum Teil aus dem Moseltal zu sehen. Erst wenn diese "Spargelstangen" in Massen auf unseren Bergen stehen, werden sich viele wundern, wie hässlich das aussieht und was die Folgen sind. Dann ist es aber zu spät. Es ist anscheinend wie so oft im Leben: Wehret den Anfängen! Ich bin auch für neue Energiequellen - habe selbst eine größere Photovoltaikanlage - aber wirklich nicht um jeden Preis! Und der ist, egal welcher Ertrag erzielt wird, hier viel zu hoch. Günter Gesellchen, Schweich