IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Flüchtlinge künftig im Neubaugebiet" und Kommentar "Angst abbauen und informieren" (TV vom 15. Dezember) diese beiden Zuschriften:

Eine unglaubliche sozialromantische Naivität mancher Journalisten lasse ich mir noch gerne gefallen, insbesondere zum Thema Flüchtlinge. Kritisch wird es, wenn noch eine gehörige Portion Frechheit dazukommt. Nichts anderes fällt mir zum Kommentar von Andrea Weber ein, wenn sie den besorgten Bürgern von Neu-Filsch Vorurteile und irrationale Ängste vorwirft! Wie irrational Frau Weber reagieren würde, wenn ihr Haus mit Grundstück auf einmal eine zehnprozentige Minderung erfahren würde, was im Fall eines Neubaus durchaus 40 000 Euro sein könnte und was aufgrund von Fallbeispielen absolut belegbar ist, kann ich mir unschwer vorstellen! Völlig unabhängig von einer Bewertung der aktuellen Flüchtlingskrise bin ich mir sicher, dass es hierbei um angehende Hausbesitzer geht, die sich unter vielen Entbehrungen den Traum vom Eigenheim erfüllen. Da ist es gerade diese Art von medialer Arroganz, die den Bürgern zurzeit den Atem raubt. Peter Hainer, Trier Es ist klar, dass die Stadt mit der Aufgabe, ausreichend Wohnungen für so viele Flüchtlinge bereitzustellen, extrem gefordert ist. Die Verantwortlichen sollten aber bedenken, welche Maßstäbe sie an die angebotenen Wohnungen anlegen. Eine ansonsten vollkommen akzeptable Wohnung abzulehnen, weil die Deckenhöhe nicht den Vorschriften entspricht, ist ein Luxus, den man sich augenblicklich nicht leisten kann. Dafür sind die Deckenhöhen in Turn- und sonstigen Hallen ja entsprechend höher. Man sollte (zumindest zu Anfang) flexibel sein können zugunsten der Menschen, deren Wünsche und Ansprüche sich wohl kaum an unseren Vorschriften orientieren. Gesa Nortmann, Trier