IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Kein Gefallen am protzigen Bauprojekt" (TV vom 25. Oktober):

Zum Stil: Der teils unterschwellige ("protzig"), teils direkte ("nicht nur in Limburg") Vergleich des Themas Bebauung der "Dorfwiese" in Trier-Irsch mit den Vorgängen in Limburg erscheint uns journalistisch unredlich und ehrabschneidend gegenüber Pfarrer Dumont. Zur Sache: Zum Denkmalschutz gehört mehr als der Erhalt des Blickes auf das Denkmal. Vor allem gehört dazu der Schutz des Denkmals selbst in seiner Substanz. Dazu braucht es Geld, auch in Irsch. Die Gebäudeunterhaltslasten, die in den nächsten Jahren auf unsere Kirchengemeinden zukommen, werden gewaltig sein. Viele Pfarreien müssen deswegen schon heute Gebäude (nicht nur Pfarrhäuser) veräußern. Die Rendite aus einem Erlös für den Verkauf von drei Grundstücken an der Wenzelbachstraße würde selbst bei guten Zinserträgen nicht für den Erhalt des Kirche-Burg-Turm-Komplexes genügen. Zudem wäre bei dieser Mini-Lösung der denkmalpflegerisch angeblich so wertvolle, für den Straßenbenutzer aber gar nicht bestehende Blick auf die Burg futsch - genauer gesagt: auf ihre Rückseite. Diesen Burgblick haben derzeit vor allem die Kühe auf der Dorfwiese. Den Zustand des Weges "Hinter der Burg" finden wir im unteren Teil unerträglich, vor allem für die Sicherheit der Grundschulkinder. Dass hier nichts geschieht, ist ein wirklicher Skandal - viel schlimmer als ein über die Irscher Straße geleiteter Verkehr zum Baugebiet Dorfwiese. Die Spende des Kulturvereins an den Förderverein ist sehr ehrenwert. Die Burg ist aber auch damit noch nicht saniert. Unser Vorschlag an alle, denen sie "heilig" ist, besonders an die Mitglieder der Bürgerinitiative und des Ortsbeirats: Sie bekunden ihre Sorge um die Burg mit ihrem regelmäßigen Beitrag an den Förderverein "Irscher Burg". Es gibt noch eine Radikallösung. Sie steht im Markus-Evangelium, Kapitel 10, Vers 21: "Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib\'s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!" Ist aber sauschwer, selbst für total überzeugte Christen! Gisela und Dr. Ernst Schneck, Trier-Irsch

Mehr von Volksfreund