IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über den Gestank im Stadtteil Trier-Pfalzel:

Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung. Es sei denn, man wohnt in Pfalzel Richtung Hafen und bekommt wieder den aus diesem Bereich mal mehr, mal weniger intensiven Gestank in die Nase, der von dort ins Dorf getragen wird. Seit 2013 leidet Pfalzel unter dieser zeitweise kaum auszuhaltenden Belästigung. Die verursachende Firma Eu-Rec erklärt zwar immer wieder, sie arbeite an dem Problem, treffe Maßnahmen, bekomme gar eine neue Anlage, bisher aber alles ohne nachhaltigen Erfolg. Dafür gab es im Juni einen Feuerwehreinsatz, als Gestank verursachendes Abwasser in die Mosel floss. Wer weiß schon, ob und wie viel davon möglicherweise auch sonst irgendwo versickert. Denn es ist zumindest bisher ein Fakt, dass sich der Geruch in der Anlage keinen Einhalt gebieten lässt. Wenn dieser trotz eines angeblich geschlossenen Systems ständig entweichen kann, wie kann man da erwarten, dass es sich mit dem Abwasser (vom Waschen der Plastikteile vor der Weiterverarbeitung) anders verhält? Ich stelle mir mittlerweile auch die Frage, ob mit diesem Gestank nicht auch irgendwelche gesundheitsschädlichen Substanzen durch den Ort ziehen. Die Pfalzeler wären mit Sicherheit glücklich, wenn die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als verantwortliche Behörde zum Schutz der Menschen und der Natur endlich auch in diesem Fall vielleicht mit etwas mehr Nachdruck vorgeht, wie sie es auf ihrer Homepage als ihre Aufgabe und ihren Arbeitsbereich beschreibt. Mangelnde Geduld jedenfalls kann man den Pfalzelern ganz sicher nicht vorwerfen. Aber genug ist einfach genug. Auf mich als Pfalzeler Bürgerin wirken die Aus- und Zusagen der Firma Eu-Rec inzwischen nur noch als eine Art Hinhaltetaktik ohne wirkliches Engagement. Es ist schlicht nicht mehr nachvollziehbar, dass sie ernsthaft über viele Monate hinweg an diesem Problem arbeitet, diesbezügliche Auflagen der SGD Nord erfüllt und sich trotz aller Anstrengungen nichts ändert. Das stinkt nicht nur mir gewaltig! Elvira Dupré, Trier-Pfalzel