IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über die geplante Ansiedlung eines Drogeriemarkts auf dem Petrisberg in Trier:

Liest man die Erklärungen zur Ablehnung der Pläne bezüglich der Ansiedlung eines Drogeriemarkts auf dem Petrisberg, gewinnt man den Eindruck, dass der Sozialismus in Trier am Karl-Marx-Haus nicht endet. Da gibt es einen Investor, der ein Einkaufszentrum durch einen Drogeriemarkt sinnvoll - der Nachfrage entsprechend - ergänzen möchte. Doch anstatt sich über diese Konstellation zu freuen, werden Konzepte und Pläne ins Feld geführt, die den Bewohnern des Petrisbergs rein gar nichts bringen. Diese wollen nämlich die Kohlenstraße weder in die eine noch in die andere Richtung fahren müssen, um einen Drogeriemarkt zu erreichen. Insofern entbehrt es nicht einer gewissen Komik, wenn das zitierte Gutachten davon spricht, dass mit einem zusätzlichen Drogeriemarkt der Verkehr auf der Kohlenstraße zunehmen würde. Genau andersherum, liebe Experten, wird ein Schuh draus! Apropos Experten: Auch ich halte wie Ortsvorsteher Bernd Michels die Vorhersagen zum Maß des Umsatzrückgangs an den bisherigen Standorten für realitätsfern. Zum Schluss wüsste ich gerne, ob die Stadt eigentlich schon Konzepte erstellt hat, um die mehrfach vorhandenen Filialen der Discounter, Eisdielen, Bäcker und Drogeriemärkte in der Innenstadt wegen des unsäglichen Konkurrenzdrucks endlich zu schließen. Wie? Geht gar nicht? Soziale Marktwirtschaft? Vertragsfreiheit? Ach so. Dann bin ich ja beruhigt. Martin Sievers, Trier