Ihre Meinung

Zum Artikel "Warum Eltern ihre Kinder nicht immer mit dem Auto zur Schule bringen sollen - Kampagne will motivieren" (TV vom 5. März):

Der Bericht befasst sich mit der Situation des Schulweges, insbesondere im Bereich der Grundschule in Tarforst. Leider werden dabei nicht die Gefahrenpotenziale aufgezeigt, die sich gerade hier zeigen, nämlich: Parallel zur Grundschule verläuft die Augustinerstraße. Diese Straße ist nur für Linienverkehr und Radfahrer frei und entsprechend ausgewiesen. Dennoch wird diese Straße, auf der die Grundschulkinder eigentlich gefahrlos mit dem Rad zur Schule fahren könnten, ständig von PKW-Fahrern verbotswidrig benutzt. Die Zuwegung zum Schulgebäude und zur Turnhalle ist als Einbahnstraße geregelt. An der Einfahrt befindet sich rechts und links jeweils ein Schild mit dem ausdrücklichen nicht zu übersehenden Hinweis: "Einfahrt nur für Personal". Dennoch wird diese Zuwegung immer häufiger, morgens, mittags, nachmittags, dazu benutzt, um die Kinder mit dem PKW vor die Schule/Turnhalle zu bringen beziehungsweise abzuholen. Nicht genug damit: Der auf der rechten Seite vor der Turnhalle befindliche freie Platz, der eigentlich dazu dient, dass die Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad das Schulgebäude gefahrlos erreichen, wird zum Parken oder Halten genutzt. Das Übel wäre auf einfache Weise so zu beseitigen: Das Personal erhält Berechtigungsausweise, die sichtbar im Fahrzeug deponiert werden. So sind Übeltäter schnell feststellbar und entsprechend zu behandeln. Im Bericht bringt die Schulleitung zum Ausdruck: "Die Eltern ...die sie (die Kinder)… mit dem Auto bringen, sorgen für ein Chaos." Die Schuldezernentin spricht von "Sicherheit" für die Kinder. Aber was wird gegen das Chaos, was wird für die Sicherheit unternommen? Ist mit solchen Hinweisen einer Beseitigung des Gefahrenpotenzials Genüge getan? Ich meine: nein! Damit ich nicht missverstanden werde: Ich bin nicht für ständige Kontrollen. Aber allen Beteiligten dürfte spätestens aus dem bedauerlichen Baumsturzverfahren bekannt sein, dass und wie die Gerichte eine Verletzung von Aufsichts- und Fürsorgepflicht bewerten. Hier muss unverzüglich gehandelt und immer wieder auf die Gefahren hingewiesen werden durch alle Beteiligten: Schule-Schulamt-ADD-Schul-Dezernentin, gemeinsam mit Ordnungsamt und Verkehrspolizei, gemeinsam mit Ortsbeirat und Elternvertretung. Handeln im Sinne der Wahrnehmung der Verantwortung, der Fürsorge- und Aufsichtspflicht für unsere Kinder und Enkelkinder. Albert Kinzig, Trier