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IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über das Krähenproblem in der Stadt Trier:

Die Aaskrähe (Corvus corone) gehört zur Familie der Rabenvögel. Sie ist in Eurasien mit sechs Unterarten verbreitet, davon in Europa die Rabenkrähe (südwestlich der Elbe) und die Nebelkrähe (nordöstlich der Elbe). Sie unterliegen in Rheinland-Pfalz dem Jagdrecht. Die Jagdzeit ist vom 1. August bis zum 20. Februar. Da die Rabenkrähe bei uns keinen natürlichen Feind besitzt, hat unser Niederwildbestand zu seinen schon bestehenden Problemen (wie intensive Landwirtschaftsnutzung, Pestizide, fehlende Heckenstreifen, Fuchs & Co.) noch einen Prädator (Beutegreifer, natürlichen Feind) im Nacken sitzen. Auf dem Speiseplan der Rabenkrähe, die ja bekanntlich ein Allesfresser ist, stehen unter anderem Rehkitze, Junghasen, Wildkaninchen, Fasanenküken und vieles mehr. Natürlich werden auch die Nester unserer Singvögel geräubert. Die Bejagung gestaltet sich äußerst schwierig, da die Rabenkrähe extrem clever ist. Aber die Bejagung kann effektiv sein, wenn sich mehrere Jäger zusammentun und zum Beispiel an sogenannten Lockbildern auf die Rabenkrähe jagen. Auch an der Mosel wäre die Bejagung möglich. Es bedarf nur der Absprache des zuständigen Jagdpächters, der unteren Jagdbehörde der Stadt Trier und der Polizei, um einige konzentrierte Jagden auf die Rabenkrähen zu organisieren. Natürlich sind auch die Jagdpächter in den Höhenlagen von Trier angesprochen, sich des Krähenproblems anzunehmen! In den Höhenzügen zum Beispiel vom Aveler Tal, von Tarforst und Korlingen befinden sich auch Schlafbäume und Jagdgebiete der Rabenkrähen. Übrigens: Gerne stelle ich mich für die Bejagung zur Verfügung, Sigurd Liebeskind, Korlingen