IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über die geplante Streckenänderung der Stadtwerke Trier bezüglich der Buslinie 7:

Es gibt Argumente und Gegenargumente zur Fahrplanänderung für die Buslinie 7. Aber zählt hier die Rücksichtnahme auf viele Nutzer, darunter Ältere oder behinderte Menschen, die die westliche Innenstadt, zum Beispiel den Wochenmarkt, ohne Umsteigen erreichen wollen, nicht mehr als rationales Kalkül und/oder Gewinnstreben? Das Verständnis für diese Menschen bleibt auf der Strecke, wenn auf winterlichen Straßen das Gehen noch schwieriger wird. Dies sollten die Planer am Schreibtisch erkennen und die Interessen ihrer Fahrgäste stärker beachten. Wo bleibt die Verantwortung, die Fürsorge für zahlreiche Fahrgäste, Bewohner dreier Stadtteile (Irsch, Kernscheid, Olewig/Auf der Hill), wo es kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt? Diese Fahrgäste tragen wesentlich zu den Einnahmen der Stadtwerke bei. Hier von "Individualverkehr" - wie in einem Leserbrief - zu schreiben, heißt, die Fakten zu ignorieren. Für die Busnutzer in der Weberbach, die von kleinerer Anzahl sind und auch seltener Gepäck, Kinderwagen oder Ähnliches dabei haben, gibt es einige andere Buslinien (auch vom Verkehrsverbund!) in Richtung Ostallee, Hauptbahnhof. Deshalb bitte ich dringend darum, den Beschluss zurückzunehmen und die Linie 7 auch künftig auf der Westtrasse zur Stadtmitte zu führen. Dora Simon, Trier