IHRE MEINUNG
Zum Bericht "Bürgermeisterin wehrt sich gegen Abwahl-Szenario" (TV vom 15. Juli):
Leider hat der CDU-Fraktionschef Ulrich Dempfle recht, wenn er von einem "Totalzusammenbruch" des von der Bürgermeisterin Angelika Birk geführten Dezernats spricht. Frau Birk meint, sie sei für vieles, das unter dem Dach ihres Dezernats läuft, nicht allein verantwortlich. Selbst wenn das richtig wäre, dann wäre es ihre Aufgabe gewesen, die angeblich Verantwortlichen zu kontrollieren und die Missstände zu beseitigen. Nur dann hätte es die von ihr im Selbstlob attestierten "guten Ergebnisse ihrer Arbeit" gegeben. Ein Beispiel für die desaströse Arbeit der Dezernentin sind die fast 400 fehlenden Kita-Plätze. Statt die zu erwartende Nachfrage nach Betreuungsplätzen rechtzeitig zu decken und den Rechtsanspruch zu erfüllen, hat sie Schikane-Kaskaden auf eine private Kita regnen lassen, was jetzt zur Folge hat, dass die Stadt Millionen für Kitas und Tagespflege zahlen muss. Die Dezernentin meint, sie erhielte "viel Zustimmung". Das ist natürlich Autosuggestion. Bei der Wahl des neuen Jugendhilfeausschusses gab es keinen anderen Wahlvorschlag als den ihren, und auch nur deshalb, weil kein Wahlberechtigter einen Konflikt angesichts der nahen Oberbürgermeisterwahl haben wollte. Je schneller diese Dezernentin abgewählt wird, desto geringer lassen sich die teuren Schäden ihrer Tätigkeit halten. Rainer Hülsmann, Trier