IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Finale der großen Musical-Magics-Tour" (TV vom 12. Mai):

Hier scheint mir doch eine sehr unsachgemäße Kritik vorzuliegen, in der ich mich als Zuschauer nicht wiederfinde und die mich in Harnisch bringt. Ich zitiere: "Bei Musical Magics werden alle Erwartungen nur rudimentär bedient!" Und dann hat am Schluss das Publikum den Darstellern auch noch tatsächlich dafür den verdienten Respekt gezollt mit stehendem Applaus? Haben wir Zuschauer eine so unkompetente Wahrnehmung der Geschehnisse? Es ist doch das Konzept dieser Produktion, Auszüge aus zahlreichen Musicals zu zeigen. Damit wurde geworben. Ich als Zuschauerin war mir aufgrund meines gesunden Menschenverstandes durchaus bewusst, was ich mir anschauen wollte, nämlich das, was "keine professionellen Sänger oder Tänzer" auf der Bühne so leisten und präsentieren. Chapeau vor diesen Leistungen, die in bestimmt vielen Probestunden in der Freizeit entstanden sind. Selbstverständlich können mit Einzelsongs aus Musicals Emotionen und Gänsehaut-Feeling auf den Zuhörer übertragen werden. So wie mir geht es bestimmt vielen Menschen, die in kleinere Orte fahren, um sich solche Veranstaltungen anzusehen, um damit einfach einen schönen Abend zu erleben. Danke also für eine solche Produktion, die es auch Otto-Normalverbrauchern erlaubt, einmal in die Welt der Musicals einzutauchen. Wenn die Vorstellung mit Standing Ovations schließt, ist dieses Konzept aufgegangen. Tim Fischbeck hat auf mich weder penetrant noch betulich gewirkt, was auch die Reaktion des Publikums gezeigt hat, das sich über seine Moderation sichtlich gefreut und amüsiert hat. Eine willkommene Abwechslung und Überbrückungshilfe für den Garderobenwechsel der Darsteller. Mit einem Artikel, der dieser Veranstaltung nur wenige positive Aspekte abgewinnen kann, disqualifiziert sich die Verfasserin selbst. Schönheit und Gefallen liegen bekanntlich im Auge des Betrachters, somit sprechen Beifallsstürme für sich. Bei Udo Lindenberg heißt es: "Ich mach mein Ding!" Die Darsteller sollten so weitermachen, nicht gerechtfertigte Kritik sollte sie nur peripher tangieren. Birgit Biwer, Waldweiler