IHRE MEINUNG

Zu den Berichten "Kürenzer wollen Bus für Kinder" und "Anwohner kämpft für Grundschule" sowie zum Kommentar "Schlechtes Gewissen scheint durch" von Michael Schmitz (TV vom 27. Mai):

Ich teile ausdrücklich die Auffassung von Thomas Schon, dass es vernünftiger wäre, die Stadt würde ihre Fehlentscheidung zur Schließung der Grundschule Kürenz rückgängig machen. Dazu ist man im Rathaus scheinbar nicht bereit und versucht stattdessen, die Fehlentscheidung durch die Einrichtung einer Schülerbeförderung den betroffenen Eltern und Schülern im Nachhinein akzeptabel zu machen. Für widersprüchlich halte ich das Vorhaben, eine solche Busverbindung nur auf eine Buslinie am Morgen und zeitlich zu beschränken. Wenn es eine Gefahr für die Grundschulkinder gibt - und die gibt es tatsächlich - dann besteht die nicht nur morgens, sondern wird auch nachmittags und in Zukunft durch noch mehr Verkehr verstärkt. Falsch ist auch die Behauptung, dass Schule und Eltern sich mit einem konstruktiven Umgang mit der geplanten Zusammenlegung der Grundschule Alt-Kürenz mit der Ambrosius-Grundschule abgefunden hätten. Es gibt auch einige Eltern, die wollen sich mit der beschlossenen Sache nicht abfinden. Dabei muss man sich dessen bewusst sein, dass es nicht nur um die Grundschulkinder geht, sondern der Abbau einer wohnortnahen Grundschule negative Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur in einem Stadtteil haben kann. Den Beschluss zur Schließung der Grundschule in Kürenz halte ich nach wie vor für eine krasse Fehlentscheidung. Es würde nur noch fehlen, wenn der Wechsel zum Standort Ambrosius vollzogen ist, man würde die Egbert-Grundschule schließen und den Standort nach Kürenz in die Soterstraße verlegen. Wenn die Mehrheit des Stadtrates nicht bereit ist, die Fehlentscheidung über die Schließung der Grundschule am jetzigen Standort rückgängig zu machen, sollte man aber wenigstens den Mut aufbringen, die Einführung eines Busses für die Kinder nicht nur befristet und für morgens, sondern auch für die Heimfahrt zu beschließen. Die jetzt vorgesehene Beruhigungspille ist keine glaubhafte Stadtpolitik. Manfred Maximini, Trier-Kürenz