IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über die mögliche Baulandentwicklung in Trier:

Beim Lesen des jüngsten Berichts über den Trierer Flächennutzungsplan (FNP) erhält man den Eindruck, dass TV-Redakteur Rainer Neubert eine sehr voreingenommene Position vertritt. Anstatt Fakten zu recherchieren, nimmt er die Angaben der Stadt zum FNP hin, ohne Hintergründe genauer zu untersuchen. Beim Naturschutz stimmt es einen schon sehr nachdenklich, dass die Vertreter des Naturschutzbeirates noch nie von den Gutachten zur angeblichen Bewertung des Langenberg gehört haben. Wenn man sich einmal die Mühe macht und in diesem Gebiet spazieren geht, ist dieser Vorgang noch weniger zu verstehen. Links des sogenannten Promillewegs zwischen Trier-Zewen und Euren bewirtschaftet die Firma Bösen einen großen Teil. Dieser Bereich ist sehr gepflegt. Rechts davon: Katastrophe. Illegal abgekippter Müll wurde dort entsorgt. Gleichzeitig wurde an allen möglichen Stellen ein Wildwuchs nicht genehmigter Hütten stillschweigend geduldet. Beim Thema Landwirtschaft sind beide Gebiete für die jeweiligen Betreiber wichtig. Der Brubacher Hof hat es jedoch schwieriger, da bei einem Pferdebetrieb die Weideflächen zwingend in Hofnähe sein müssen! Beim Verkehr ist der Brubacher Hof als Albtraum jeglicher vernünftiger Verkehrsplanung zu sehen! Keine Straßen, die breit genug sind - ein immenser Rückstau an den Knotenpunkten Straßburger Allee und so weiter. Aber auch dafür hat das Stadtplanungsamt eine Lösung parat. Man verändert einfach die Schaltzeiten an den Ampelanlagen, und schon flutscht der Verkehr wie von Zauberhand! Warum dies nicht schon längst geschehen ist? Ein erheblicher Teil der zu erwartenden neuen Bewohner wird in Luxemburg arbeiten. Diese Menschen hätten bei einem Baugebiet Langenberg eine viel bessere Verkehrsanbindung durch Busse, Bahn und Individualverkehr. Auch das Schreckgespenst einer zehn Meter hohen Bahnüberbrückung ist schlichtweg nicht zutreffend. Die Bahn benötigt lediglich eine Höhe von 5,80 Metern über ihren Gleisen (laut Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung). Jürgen Lehder, Trier