IHRE MEINUNG

Zum TV-Bericht "Zuschauer bespuckt Schiri" (4. September):

Schiedsrichter sein ist mit Sicherheit keine leichte Aufgabe. Jeder, der schon mal als Betreuer ein Spiel geleitet hat, wird mir zustimmen. Jeder, der sich noch nie als Schiri versucht hat, sollte sich der Aufgabe stellen. Gerade solche, die sich Woche für Woche über die Männer und Frauen in Schwarz auslassen. Es hat sich wieder gezeigt, dass sich Personen außerhalb des Spielfeldes nicht im Griff haben. Mit Sicherheit machen Schiedsrichter auch Fehler. Fußballspieler wohl nicht, oder spucke ich dem Spieler der eigenen Mannschaft für schlechte Leistungen ins Gesicht? Überrascht war ich über die Aussagen des Vereinsvorstands, dass ein Mann, der sich dermaßen über eine Szene aufregt, das erste Mal auf dem Sportplatz gewesen sein soll. Aus den Socken haut mich der letzte Satz: "Aber muss man deswegen wirklich gleich Anzeige bei der Polizei erstatten?" Zumal der Schiedsrichter noch mit der Faust attackiert worden ist, was glücklicherweise durch die Ordner verhindert werden konnte Es ist schon lange eine Grenze der Aggression gegenüber den Schiedsrichtern erreicht! Wann sollen sie zivilrechtlich aktiv werden? Wenn ein blaues Auge das Gesicht ziert oder ein Kieferbruch vorliegt? Wenn die Vorstandsmitglieder durch Trier gehen und angespuckt werden, gehen sie sicherlich weiter, als wäre nichts passiert. Im Dezember wurde in den Niederlanden ein 41-jähriger Schiedsrichter und Familienvater von Spielern sogar getötet. Es liegt jedem Schiedsrichter fern, Fehler zu machen, genau wie jedem Spieler. Trotzdem passieren sie. Es ist an der Zeit, sich gegenseitig mit mehr Respekt zu begegnen. Der Sport sollte im Vordergrund stehen. Mario Kruppert, Newel-Butzweiler