IHRE MEINUNG

Zum Bericht "43 Mal falscher Alarm in der Nacht - Streiche in Triers Asylbewerberheimen werden zum massiven Sicherheitsproblem" (TV vom 2./3. April):

Dieser Bericht zeigt erneut, wie "krank" unser Rechtsstaat ist. Dass Heimleiter Frank-Peter Wagner in seiner Not zu Mitteln gegriffen hat, die nicht ganz legal sind, kann man ihm nicht verübeln, wird er doch offensichtlich sowohl von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als auch vom Innenministerium mit seinem Problem allein gelassen. Politiker mit gesundem Menschenverstand (an denen es mangelt) würden diesen schlimmen Missbrauch sanktionieren. Die Idee von Herrn Wagner, das Taschengeld zu kürzen ist dabei nicht die schlechteste. Ich würde noch weiter gehen und den Asylbewerbern ankündigen, dass die Kosten der Einsätze für die falschen Alarme vom Taschengeld aller Bewohner abgezogen werden. Auch wäre es angebracht, den Flüchtlingen nahezubringen, wie es um das "Schlaraffenland" Deutschland tatsächlich bestellt ist. Was sind das für Leute, die das Gastrecht in unserem Land in derart übler Weise missbrauchen und dadurch alle anderen Flüchtlinge in Verruf bringen? Ich bin überzeugt, dass - wenn nicht erwiesen wäre, dass Asylbewerber die falschen Alarme auslösen - die Sache strafrechtlich verfolgt würde. Des Weiteren bin ich überzeugt, dass es Leute gibt, die mich jetzt in die rechte Ecke schieben wollen. Das soll ihnen unbenommen bleiben. Es ist bedenklich, aber typisch deutsch, wenn immer seltener Zwischentöne zugelassen werden. Man ist entweder links oder rechts, schwarz oder weiß (oder dann doch eher braun), gut oder böse. Anton Becker, Mertesdorf