IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über die Aufnahme des Moselaufstiegs in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans:

Nun ist die Katze aus dem Sack. Der Moselaufstieg ist im vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans enthalten und hat nun scheinbar Chancen, realisiert zu werden. Seine Bewertungsmarke der Bedeutung schnellte dabei von 1 auf 10 hoch. Wer jedoch in der letzten Zeit zum Beispiel die A 3 um Wiesbaden/Frankfurt benutzte, lernt die Bedeutung des Wertes 10 für den Straßenverkehr einzuordnen. Wer dann noch insbesondere nachts auf die A 48 in Richtung Koblenz abbiegt, bekommt den Kontrast einer durchschnittlichen nördlichen rheinland-pfälzischen Autobahn zu spüren, wenn die plötzliche Leere für große Erleichterung sorgt. Dazwischen liegt die Spanne. Wie dann aus heiterem Himmel und unveränderter Sachlage eine Steigerung von 1 auf 10 beim Moselaufstieg explodieren kann, ist für mich mehr als rätselhaft. Hat hier irgendjemand - möglicherweise mit Filzstift - eine Null hinter die 1 gesetzt und so die wundersame Steigerung verursacht? Ob dies jedoch einer objektiven Kontrolle standhält? Ich habe hier meine Zweifel und stufe vielmehr den Vorgang - wie zuvor die zwischenzeitlich gestoppten Anstrengungen zur Einführung einer Ausländermaut - als unsolide Verkehrsplanung ein. Manfred Weishaar, Gusterath