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Zum Artikel "Protest im Erdgeschoss" über die TV-Podiumsdiskussion im Humboldt-Gymnasium:

"Endstation Treppenhaus" ist die Überschrift eines Artikels vom 12. Februar 2003, in dem der TV ausführlich darüber berichtet hat, dass die Aula des Humboldt-Gymnasiums (HGT, damals noch Hindenburg-Gymnasium) für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist. In einem weiteren Artikel am 29. Februar 2004 hat der TV erneut in einem großen Bericht über die Problematik informiert. Als Folge dieses öffentlichen Drucks durch die TV-Berichterstattung hat die Stadt die Aula des HGT nicht mehr für öffentliche Veranstaltungen vergeben, sondern nur noch die Aula der Berufsbildenden Schule (BBS) für Wirtschaft, da diese für Rollstuhlfahrer zugänglich ist. Laut Aussage von Oberbürgermeister Jensen hat die Stadt die Redaktion mehrmals darauf hingewiesen, dass die Aula am HGT nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich ist. Sofort nach der ersten Veröffentlichung des Termins im TV wurde die Redaktion von behinderten Menschen auf den fehlenden Aufzug hingewiesen; eine Verlegung zum Beispiel in die BBS-Aula wäre noch problemlos möglich gewesen. Die Verantwortlichen beim TV wussten also um das Problem und können sich nicht darauf berufen, dass "es ihnen ein Rätsel ist, warum das HGT keinen Aufzug hat". Schämen dürfen sie sich aber trotzdem: wegen der Ignoranz in den eigenen Reihen - beim nächsten Mal bitte besser machen! Unabhängig davon: Wir hatten als Gruppe keine zentrale Aussage. Das Argument, dass Einkäufe in Shopping-Centern für Menschen im Rollstuhl einfacher sind, weil diese in der Regel rollstuhlgerecht gebaut werden, ist die (nachvollziehbare!) Meinung von Nancy Poser. Ich selbst erledige meine Einkäufe lieber in der Innenstadt (hier müssen allerdings noch die Löcher und schlecht verlegten Pflastersteine saniert werden). Man sieht: So unterschiedlich wie bei den "laufenden" Teilnehmern, sind die Meinungen bei den Rollis. Und genau deshalb hätten wir gerne mitdiskutiert! Lydia Schäffer, Trier

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