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Zum Artikel "Zaun soll Randalierer von Schulgelände fernhalten" (TV vom 10./11. September):

Der Kreis Trier-Saarburg baut einen leicht zu überwindenden Zaun um das Schulzentrum Schweich, damit Jugendliche eine Straftat begehen, wenn sie diese Herausforderung überwinden. Mich macht der Gedanke als Vater, Pädagoge und Mensch sprachlos. Wo sollen Jugendliche denn in Schweich feiern und sich treffen? Das muss hier die Frage sein! Vor dem Bau des staatlichen Gymnasiums wurde ein Jugendzentrum genau an dieser Stelle sinnvollerweise dazu geplant. Alle Pläne waren fertig. Plötzlich wurde dann ein Bürgerzentrum mit zwei Abstellräumen für die Jugendlichen daraus, weil so die Mensa nebenbei für die Schule finanziert werden konnte. Demonstrationen der Jugendlichen waren die Folge. Sogar in der Sitzung des Verbandsgemeinderats Schweich waren mehr als 25 Jugendliche anwesend. Rächt sich nun diese Kurzsichtigkeit? Zum Zaunbau selbst bleibt anzumerken: Sind nicht unsere offenen Schulen ein Zeichen für unser offenes Land und für unsere Demokratie? Wo ist nach dem Zaunbau das Personal zur Überwachung der Verbotszone? Stellt der Kreis Security oder einen Nachtportier ein oder gibt es zusätzliches Personal für die Polizei, die dann Streife läuft den Zaun entlang? Selbstverständlich lehne ich jede Form von Gewalt und Vandalismus ab. Die Lösung wäre der Neubau des Jugendzentrums an gleicher Stelle gewesen oder an anderer Stelle. Liebe Politiker und Politikerinnen in Schweich, der Verbandsgemeinde und im Kreis: Tun Sie bitte etwas gegen die Politikverdrossenheit und bauen Sie endlich das seit Jahren den Schweicher Jugendlichen versprochene Jugendhaus, das so nebenbei den Zentrumsstandort stärken würde. Prävention statt Strafe. Johannes Schölch-Mundorf, Trier

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