Ihre MEINUNG

Zum Artikel "Haltestellen zurück ins Wohngebiet" (TV vom 22. Januar) schreibt dieser Leser:

Der Artikel erweckt den Eindruck, dass hier Massen an Menschen zu den Haltestellen strömen und die B 49 überqueren müssten. Die Beförderungszahlen ergeben laut SWT eine durchschnittliche Beförderungszahl von weniger als zwei Personen pro Bus. Hierfür fährt alle zehn Minuten ein Gelenkbus durch Igel. Flexiblere Taktzeiten wären sinnvoll. Der Vorschlag des Gemeinderats Igel, den Bus von Trier nach Igel über die Hauptstraße und zurück durch die Secundinierstraße zu führen, ist wesentlich sinnvoller als die von SWT bevorzugte Lösung. Kein Fahrgast müsste die B 49 überqueren, der sie nicht auch bei der jetzt geplanten Linienführung überqueren müsste. Es käme zu keinem Begegnungsverkehr der Busse in der Secundinierstraße. Die Belastung der gemeindeeigenen Secundinierstraße würde wesentlich verringert. Der vor allem wegen des hohen Busverkehrs notwendige Neubau dieser Straße hat die Igeler Bürger jetzt rund zwei Millionen Euro gekostet. Warum entwickeln nicht die Vertreter von Igel, Zewen und Langsur gemeinsam neue Konzepte über beispielsweise Routenführungen mit kleineren Bussen, die dann auch Schauinsland, Liersberg und Langsur besser einbinden und die Belastung der Igeler und Zewener Bürger erträglicher machen könnten? Ein weiteres Problem sind die zu hohen Fahrpreise. Igel ist an die Taktzeiten der Stadtbusse genau wie Zewen angebunden. Warum gehört Igel dann nicht zur gleichen Tarifzone wie Euren, Herresthal und Zewen? Warum zahlt man von Stadtbusbereich Zewen zum Hauptbahnhof 2,70 Euro, vom Stadtbusbereich Igel aber 3,70 Euro? ÖPNV ist sehr sinnvoll und wichtig, wenn er bedarfsgerecht angeboten wird. Bedarfsgerechter ÖPNV darf aber nicht bedeuten: So viele und so große Busse wie möglich, sondern: so viele und so große Busse wie nötig, flexiblere Fahrzeiten, und vor allem: attraktive Fahrpreise! Bernhard Schweisel, Igel