IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Auto kollidiert mit Rettungswagen: Drei Verletzte und hoher Sachschaden" (TV vom 17. März) über einen Unfall am St.-Barbara-Ufer/Karl-Marx-Straße:

Vor etwa zwei Jahren passierte mir fast das Gleiche im morgendlichen Berufsverkehr. Ich konnte nur durch eine Vollbremsung den Zusammenstoß mit einem Rettungswagen vermeiden. Kommt man von der Karl-Marx-Straße, sieht man so gut wie nicht in den Kreuzungsbereich hinein, da die Bebauung jede Sicht versperrt. Das Martinshorn kann man auch nicht hören. Die Schallwellen biegen leider nicht im rechten Winkel in die Karl-Marx-Straße ab. Den Widerschein des Blaulichts erkennt man erst, wenn man fast in der Kreuzung steht. Steht die Ampel auf Grün, fährt man Tempo 40 bis 50 und hat einen entsprechend langen Anhalteweg - bis fast auf die Brücke. Damals habe ich gleich eine Mail an die Rettungsleitstelle geschickt und auf dieses Problem, welches auch der Mannschaft des Krankenwagens wohl in die Knochen fuhr, hingewiesen. Leider habe ich nie eine Antwort erhalten. Es sollte jedem Rettungswagenfahrer klar sein, dass es einige Kreuzungen in Trier gibt, die sowohl optisch wie auch akustisch schwer einsehbar sind und daher von den Einsatzfahrzeugen nur mit höchster Vorsicht zu passieren sind. Beispiel Kreuzung Saarstraße/Südallee: ähnliche Bebauung, gleiches Problem. Auch ein Blaulicht kann die Gesetze der Physik, was Bremsweg und Anhalteweg eines Fahrzeugs angeht, nicht außer Kraft setzen. Werner Lamberty, Trier