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Zu den Berichten über geplante Windkraftanlagen an der Mosel:

Seit Jahren zieht uns die Moselregion mit ihrer Schönheit magisch an. Die Weinberge, die Mosel, die Landschaft. Bei diesem märchenhaften Anblick muss man ins Schwärmen geraten. Wir machen gerne und oft Urlaub an der Mosel. Welch' Geistes Kind muss man sein, um auf die Idee zu kommen, dieses einzigartige Idyll mit Industrieanlagen zu bestücken? Die Berichterstattung im Volksfreund offenbart, dass bei der Projektplanung Faktoren, wie der Erhaltung des einzigartigen Landschaftsbildes der Mosel, dem Artenschutz, der möglichen Gesundheitsgefährdung von Anwohnern und Touristen sowie der Frage nach der tatsächlichen Effektivität der Windräder keinerlei Wert beigemessen wurde. Auch der massive Widerstand der Bevölkerung wird heruntergespielt und mit beschwichtigenden Klauseln abgeschmettert. Wir urlauben in Riol. Die Gemeindehomepage hält einen Windkraft-Infoflyer bereit. Auch ohne Windkraft-Experten zu sein, stechen direkt inhaltlich falsche Aussagen ins Auge. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Anlagenbau, einzig finanziell und politisch und keinesfalls ideologisch und ökologisch im Sinne der Energiewende motiviert ist. Uns fiel eine Kommentierungsbroschüre der Interessengemeinschaft (IG) Rioler Bürger in die Hände. Ein sachlich fundiertes Dokument, welches die falsch dargestellten Inhalte des Flyers der Ortsgemeinde aufarbeitet. Diese Broschüre suchten wir online leider vergeblich. Sie informiert auch über das Helgoländer Papier, das Mindestabstandsempfehlungen zu Vogelhorsten festlegt. Wir fragen uns, weshalb folgen andere Bundesländer dieser Empfehlung, die VG Schweich jedoch nicht? Wir appellieren eindringlich an alle Verantwortlichen, sich ihrer Verantwortung für die Umwelt, den Tourismus und ihrer Verpflichtung gegenüber dem kulturhistorischen Erbe der Mosel auch mit Blick auf zukünftige Generationen bewusst zu werden und diesen Wahnsinn zu stoppen. Dieses Paradies ist schutzbedürftig! Die Entscheidungsträger sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Bau der Windkraftanlagen den touristischen Selbstmord der Moselregion einläutet. Sieglinde und Adam Dietrich, Fulda

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