IHRE MEINUNG

Zu den Berichten "Drei Ziele mehr, aber rote Zahlen bleiben" über den Flughafen Hahn und - "Ausstieg unter freiem Himmel" über den Hauptbahnhof Trier (TV vom 27. Oktober):

Legt man die beiden Überschriften der Artikel nebeneinander, könnte man auch Folgendes lesen: Am Flughafen Hahn "Drei Ziele mehr ... Aber Ausstieg unter freiem Himmel!" Das darf nicht stattfinden! Die Bahn tut der Stadt Trier und dem Umland keinen Gefallen. Das Land Rheinland-Pfalz müsste dafür sorgen, dass eine attraktive Verkehrsverbindung von Mannheim, Ludwigshafen über Saarbrücken, Trier, Umsteigen nach Köln, Koblenz zum Flughafen Hahn hergestellt wird. Den täglichen Pendlern im Berufsverkehr nützt das genauso wie Touristen. Dafür müssen die Bahnhöfe einen guten Standard aufweisen. Dasselbe gilt auch für den Wagenpark. Ein Beispiel sind die Privatbahnen. Die Wagen sind sauber, und Getränke werden sogar angeboten. Wetterschutzhäuschen sind kein Ersatz für eine Überdachung. Den Passagier darf man nicht im Regen stehen lassen, um auf eine Weiterfahrt zu warten. Der Hahn sorgt für Ziele am Mittelmeer und den Kanaren und ist Zubringer zu den Kreuzfahrtschiffen im Mittelmeerraum mit verschiedenen Fluggesellschaften (nicht nur Ryanair). Die Zahlen der Touristikbranche sind steigend. Der Hahn hat die Möglichkeit, eine schwarze Null zu schreiben. Mehr Passagiere bedeuten auch mehr Umsatz in den Geschäften am Flughafen. Der Streik der Lokführer zeigte, welche Anstrengungen Reisende überwinden müssen, eine gebuchte Reise anzutreten. Die Airports Luxemburg, Köln und Frankfurt bedienen diese Ziele am Mittelmeer. Sie waren beim Streik nur mit dem Auto beziehungsweise Bus zu erreichen. Kann der Hahn sich davon nicht ein Stück abschneiden? Dafür muss die Infrastruktur stimmen. Die Bahn muss für die Bürger da sein und nicht umgekehrt. Was die Bahn nicht bieten kann, können Busse übernehmen, wie es teils schon praktiziert wird. Ein gutes Verkehrskonzept kann nur funktionieren, wenn Schiene und Straße zusammenarbeiten. Beide Systeme sollten nicht marode sein. Unsere Ministerpräsidentin hat den größten Einfluss auf beide. Vielleicht geschieht etwas? Dieter Schilling, Kenn