IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Heikles Geschenk aus China - Karl-Marx-Statue: Fraktionen kritisieren Vorgehen und Standort" (TV vom 13. Oktober):

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Ideen von Karl Marx und dem, was daraus als Lehre gemacht wurde, ist in jedem Fall vonnöten. Ich kann nur den Statements von Susanne Kohrs (Die Linke) und Richard Leuckefeld (Bündnis 90/Die Grünen) zustimmen. Die Ideen von Karl Marx aus seiner Zeit zu reißen und nur danach zu beurteilen, wie seine Gedanken zu einem großen Teil zweckentfremdet wurden, ist falsch! Und wenn schon kein Standort in der Nähe des Karl-Marx-Hauses gefunden wird, so könnte eine Alternative sicher auch im unmittelbaren Umfeld des Gymnasiums gefunden werden, an dem Karl Marx sein Abitur absolviert hat. Der Schriftzug, dass Karl Marx am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) sein Abitur abgelegt hat, ist recht dezent am jetzigen Schulgebäude angebracht. Die Statue würde am derzeitigen Standort der Schule einen würdigen Platz finden, oder noch besser in der Jesuitenstraße, zum Beispiel auf dem Vorhof neben der Jesuitenkirche, wo das FWG 1561 als Jesuitenkolleg anfing und wo auch Karl Marx zur Schule ging. Dies könnte auch die nötige Diskussion um seine Ideen und um das, was daraus gemacht wurde, anregen. Jens Sartor, Trier