IHRE MEINUNG
Zur Berichterstattung über die Fahrradspur in der Gartenfeldstraße in Trier sowie zum Leserbrief "Situation erträglich machen - für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer" von Manfred Maximini (TV vom 16. August):
Der Leserbriefschreiber Manfred Maximini, der die Behinderungen des Autoverkehrs durch die neuen Fahrradspuren in der Gartenfeldstraße beschreibt, hat meine Zustimmung. Ich möchte den Leserbrief aus Sicht des Radfahrers ergänzen (ich fahre in der Stadt seit 15 Jahren Rad mit einer jährlichen Fahrstrecke von 1500 Kilometern). Vor der neuen Regelung hatte der Radfahrer an der Kreuzung kein Problem und konnte bei relativ geringem Fahrtempo der begleitenden Autos gefahrlos die Kreuzung benutzen. Jetzt läuft er auf das Stauende der wartenden Autos auf und kann die weiter vorn liegenden Fahrradspuren gar nicht erreichen. Er hat nun drei Möglichkeiten: erstens warten und mit der Autoschlange langsam Grünphase für Grünphase vorrücken, bis er sich auf die Fahrradspur einordnen und dort vor die wartenden Autos stellen kann (danke, Stadtverwaltung!). Das macht natürlich kein Radfahrer, so dass er auf dem Gehweg nach vorne fährt (verboten!) oder drittens sich links an der Schlange vorbeiquetscht und durch den Gegenverkehr gefährdet wird. Was macht aber eine Verwaltung, wenn sie feststellt, dass eine derartige Regelung für alle Teilnehmer (Autofahrer, Radfahrer, Anwohner) schlechter ist als vorher? Sie beharrt natürlich auf der neuen Regelung, anstatt sie zurückzunehmen! Thomas Hopf, Trier