IHRE MEINUNG

Zu den Berichten "Blind, krank und allein: Ein Leben in der Abrissbude" "(TV vom 18. August) und "Großes Lob für Konzer Holzhäuser: Wohnraum für Flüchtlingsfamilien ist fast fertig" (TV vom 27. April):

Muss ein Leserbrief zu diesem Artikel nicht automatisch spalten oder polarisieren? Was kann man schreiben angesichts derartiger Verhältnisse in einem Staat, welcher es sich auf die Fahne geschrieben hat, jede Seele dieser Erde retten zu wollen? Fällt einem nicht automatisch dazu der Artikel vom 26. April im Volksfreund ein, wo es heißt: "Als er das Haus betritt, witzelt der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden wegen des Holzgeruchs: ,Das ist ja fast Urlaubsatmosphäre.'" Ich empfehle Herrn Frieden, sich in die Wohnung von Herrn Heckmann zu begeben, ob es dort auch nach Urlaubsatmosphäre riecht! Die Stadt Konz sollte im Fall Heckmann vielleicht auch mal spontan eine menschenwürdige Holzunterkunft errichten, zumal ein 100-prozentig Schwerbehinderter den besonderen Schutz und die Fürsorge des Staates und der Sozialgemeinschaft erwarten darf. Bernd Pelzer, Züsch

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