Ihre Meinung

Zum Bericht "Es läuft nicht rund in der Uni-Chefetage" (TV vom 13. Januar):

Mann, oh Mann! Ganz schön aggressiv, der Verteidiger der Inhaberin eines "dynamischen Arbeitsplatzes" an der Universität Trier, welche doch nur gerne ihre Laufbandaktivitäten plus anschließender Erholungsphase auf dem Sofa gerade nicht in ihrer Freizeit, sondern halt während ihrer Arbeitszeit durchführen möchte. Bei so manchem Arbeitnehmer mit "normalem Arbeitsplatz" wären bei derartigem Verhalten nicht nur Sofa und Laufbahn auf die Straße geflogen, sondern die dynamische Agierende gleich mit. Ich weiß nicht, wie viele Menschen Bandscheibenvorfälle ertragen müssen und weiterhin, oftmals auch mit Schmerzen, ihrer Arbeit beispielsweise als Maurer, Erzieherin, OP-Schwester oder Taxifahrer nachgehen, ohne dass ein Sofa und ein Laufband am Arbeitsplatz stehen. Und nunmehr bestehe auch noch zu vermuten, so der Herr Verteidiger, dass die doch so löbliche Eigeninitiative der Frau Direktorin dazu führen könne, dass an ihr ein Exempel statuiert werde, was nun immer das wohl heißen mag. Klingt doch irgendwie gruselig. Dies zu einem Zeitpunkt, wo ich als Erzieherin mit Rückenschmerzen gerade überlegt hatte, ob täglich eine Stunde Hallenbad mit anschließender Sauna und Relaxen, selbstverständlich während der Arbeitszeit und ohne Absprache mit meinem Arbeitgeber, nicht eine tolle therapeutische Wirkung auf mein Wohlbefinden haben könnte. Dynmaik pur - sozusagen. Ursula Wengenroth, Trier

Mehr von Volksfreund