IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Gastronomen sollen stille Örtchen öffnen" (TV vom 8. Februar):

Es ist immer wieder befremdlich, wie unsere Kultur mit dem Thema Notdurft umgeht. Da wird genau diese Not zum Geschäft gemacht und denen, die Druck verspüren, die Kohle aus der Tasche gezogen. Kommunen ziehen sich wegen der Kosten aus der Affäre und drücken das Problem den Gastronomen und eben dem, der muss, aufs Auge. Und da nicht jeder die Bereitschaft erweist, für einen Toilettengang auch noch 50 Cent lockermachen zu wollen (sofern überhaupt ein öffentliches WC vorhanden), gibt es in jeder Stadt auch die überall bekannten wohlriechenden "Pullerecken". Dies können unsere Nachbarn in Frankreich, im speziellen Paris, mit ihren kostenfreien Toiletten mit Reinigungsautomatik besser. Vive la France! Aber was verlangt man von einer gewinnorientierten Gesellschaft, die in ihren eigenen Städten noch nicht einmal das Hundekotproblem der Gehsteige in den Griff bekommt? Dirk Schröder, Trier