IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Eine Unart, aber keine Straftat" (TV vom 22. Juli):

Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten sammeln wir Gartenfreunde Mariahof seit bald drei Jahren den nicht immer sichtbaren Straßen- und Wegemüll ein. Wir haben also einige Erfahrung mit dem leidigen Müll in der Öffentlichkeit. Insgesamt haben wir bemerkt: Wo wenig Schmutz liegt, kommt auch weniger hinzu. Ich selbst reinige seit über zwei Jahren die Straßenseiten der Hauptstraße nach Mariahof von Unter dem Wolfsberg bis zum Gut Mariahof. Der Abschnitt sieht heute wesentlich ordentlicher aus als früher. Trotz eines netten Hinweisschildes, keinen Schmutz aus dem Auto zu werfen, werden trotzdem Flaschen, Bäckereitüten, Energy-Drink-Dosen, Süßwaren-Verpackungen und Flachmänner in größerer Anzahl aus dem Autofenster geworfen. An dieser Seite der Straße ist kein Fußweg, so dass also nur Fahrzeuginsassen infrage kommen. Meiner Erfahrung nach sind es vor allem junge Leute, die sich hier an dieser schlecht einsehbaren Stelle vom Müll befreien. Es wäre schon viel getan, wenn die Eltern vielleicht einmal fragten: Du wirfst doch nichts aus dem Auto? Das ist zumindest einmal ein Hinweis an diejenigen, die nicht so viel darüber nachdenken. Eine kleine Episode zum Schluss: Wir hatten vor zwei Monaten zwei junge Franzosen zu Gast. Ihre Lehrer rauchten auf dem Parkplatz vor der Kirche in Mattheis vor dem Bus, wenn sie auf die Kinder warteten. Jeder ging, nachdem er die Zigarette zu Ende geraucht hatte, etwa 50 Meter zum Mülleimer, um sie dort auszudrücken. Das nenne ich vorbildlich. Ich jedenfalls war sprachlos! Herwart Reh, Trier