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Zum TV-Bericht "Zweiter Anlauf für Windkraft-Entscheidung" vom 30./31. Juli

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Wer Wind sät, wird Sturm ernten ...
Ich habe den Eindruck, dass unter dem Motto "Augen zu und durch" das Windkraft-Thema in Trierweiler abgearbeitet werden soll. Dafür spricht, dass ich in der Sitzung des Ortsbeirats Sirzenich vom 18. April kein Rederecht bekommen habe und mir in der Gemeinderatssitzung am 22. Juni das Fragerecht verweigert wurde, obwohl eine Einwohnerfragestunde angekündigt war. Der Investor Herbert Kluth aus Trierweiler erhält in der Ortsbeiratssitzung Trierweiler dagegen sogar Vortragsrecht. Herr Kluth darf zudem als Mitglied im VG-Rat Trier-Land in einer Sitzung mitwirken, die den Tagesordnungspunkt "Beratung und Beschlussfassung über die Fortschreibung des Flächennutzungsplans zum Thema Windenergie" enthält. Meine diversen Anfragen an die VG-Verwaltung warten trotz Anmahnungen bis heute auf Antwort. Unterlagen, die mein Anwalt und ich dort erbeten hatten, sind bis heute nicht eingetroffen. Dem Ratsmitglied Matthias Burg aus Udelfangen, einem aufrechten Demokraten, der unbeirrt die Interessen seiner Bürger vertritt und gegen die Zulassung neuer Großanlagen votiert, wurde die Mitwirkung im Gemeinderat verweigert. Er wurde von den Entscheidungen "Windkraft Trierweiler" ausgeschlossen, weil er in dem Vorranggebiet ein Flurstück besitzt. Dagegen hat er in der Sitzung vom 28. April protestiert und wollte dies zu Protokoll gegeben, was aber nicht geschehen ist. Wo bleibt die von allen Parteien vor den Wahlen verkündete Bürgernähe und Mitbestimmung? Die Einlassung auf legitime Bürgerinteressen sollte selbstverständlich sein, ansonsten müssten die Juristen entscheiden. Schade, wenn es so weit kommt, aber ich bin fest entschlossen und stehe nicht alleine. Wer Wind sät, wird Sturm ernten! Beim Bürger wächst das Gefühl von Willkür. Helma Diewald, Trierweiler

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