IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über ein mögliches Tempolimit auf der B 49 in Trier-Zewen:

Von einer Begrenzung der B-49-Ortsdurchfahrt Trier-Zewen auf Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr halte ich gar nichts. Dies hat auch nichts mit der Partei zu tun, die diese Anfrage gestellt hat. Denn dies ist ein Sachthema, das alle angeht, egal welcher Partei man angehört. Ob jetzt ein Tempo-30-Schild installiert ist oder nicht: Es hält sich sowieso niemand daran, und abends und nachts schon gar nicht. Ich selbst wohne in der Wasserbilliger Straße. Dort gilt bekanntlich auch Tempo 30. In den Abend- beziehungsweise frühen Morgenstunden wird aber gerast, was das Zeug hält. Wenn die Straße frei und das Wissen vorhanden ist, dass kein Geschwindigkeitsradar weit und breit installiert ist, sind anscheinend bei vielen Autofahrern Mechanismen der Geschwindigkeitswahrnehmung ausgeschaltet. Somit stimme ich Ortsvorsteher Helmut Mertesdorf zu: Solange nicht regelmäßig kontrolliert wird, bewirken solche Temporegelungen - sowie sonstige und ähnliche dem Bürger aufgezwungene Maßnahmen - rein gar nichts. Wenn jeder Autofahrer nur ein bisschen mehr Rücksicht auf die Anwohner nehmen und ab und zu auch mal einen Blick auf seinen Tacho werfen würde, wäre sicherlich schon viel getan. Dann bräuchten nicht wieder neue unnütze Schilder aufgestellt werden. Aber leider pochen viele Verkehrsteilnehmer auf ihr vermeintliches Recht, bei wenig Verkehr auch ruhig mal etwas schneller fahren zu dürfen, als eigentlich erlaubt ist. Dann hat mich noch etwas die ablehnende Aussage der Verwaltung verwundert, dass im Falle einer Tempobegrenzung auf der B 49 mit Mehrbelastungen der Nebenstraßen in Wohngebieten zu rechnen ist. Welche Nebenstraßen in dem betroffenen Teil von Zewen meint diese denn? Hier gibt es eigentlich nur eine, nämlich die über die "alte" Wasserbilliger Straße, Fröbelstraße und Kantstraße. Doch dort gilt auch nur Tempo 30, und das den ganzen Tag. Diese Strecke wird bereits nach dem Luxemburger Feierabend als Umgehungsstraße der Umgehungsstraße von zahlreichen Autofahrern genutzt - zum Unmut der betroffenen Bewohner. Lothar Maximini, Trier