IHRE MEINUNG

Zur TV-Stadtteilserie Trier-Pfalzel:

Ich lebe seit 34 Jahren in dieser Dorfgemeinschaft, und somit kennt man sich. Meine Kinder und ich fühlen uns sehr wohl. Auch wenn es darauf ankommt, hält die Gemeinde zusammen. Ich verweise auf den Kampf um den Erhalt der Grundschule. Allerdings läuft hier nicht alles so rosig, wie es vielleicht den Anschein macht. Damit meine ich die Wohnsituation. Da ich gebürtige Pfalzelerin bin, finde ich es umso trauriger, dass man als alleinerziehende, berufstätige Mutter hier keine Wohnung bekommt. Noch nicht einmal, wenn gravierende Gründe bestehen, aus der jetzigen Wohnung ausziehen zu wollen (Schimmel, im Winter teilweise keine Heizung). Bei der Genossenschaft wird man auf die Warteliste gesetzt (auf der ich schon seit zwölf Jahren stehe, und noch immer hat sich nichts getan). Man sieht Familien ein- und ausziehen, aber auf jede neue Anfrage hin wird immer auf die Warteliste verwiesen. Meldet man sich auf private Wohnungsanzeigen, ist anfangs alles super, wenn man sagt, man zieht mit drei Personen ein. Bis gefragt wird, als was der Partner arbeitet. Viele Wohnungen werden mittlerweile über Immobilienmakler vermittelt. Das kann ich mir nicht leisten. Einem Freund von mir ist es sogar passiert, dass ihm eine Wohnung durch Makler in Pfalzel zugesagt wurde. Vier Wochen vor Einzug wurde ihm gesagt, man wollte keine Ausländer in der Wohnung, obwohl er gebürtig aus Deutschland kommt. Ebenfalls ist mir schon mehrmals aufgefallen, dass einige Menschen keine Kinder im Haus haben möchten. Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind bei der Genossenschaft gefragt. Warum werden dann nur noch Zwei-Zimmer-Wohnungen gebaut? Dies und natürlich der Gestank vom Hafen aus sind Dinge, wogegen definitiv etwas unternommen werden muss! Natalie Kimmelmann, Trier-Pfalzel