IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Radler ignorieren Verbot in der Trierer City" und Kommentar "Mehr Verständnis und Respekt" (TV vom 21. Oktober):

Der umfangreiche Bericht zum genannten Thema war überfällig. Die Meinung von Frau Scharfetter ist indiskutabel und sei der Unerfahrenheit ihrer Jugend geschuldet. Würde sie, wenn es um Verstöße von Autofahrern ginge, auch so argumentieren, oder ist sie als Radfahrerin befangen? Die täglichen Nachrichten über den Zustand unserer Gesellschaft beweisen, dass mit Verständnis, Nachsicht, mildernden Umständen und anderem mehr nichts, aber absolut nichts zu erreichen ist. Der Liberalismus und die wachsweichen Seitenlinien der Demokratie erzeugen inzwischen einen immer größeren negativen Sogeffekt zugunsten der Arroganten, Ignoranten, Rücksichtslosen, aggressiven Provozierer, Gleichgültigen und Kriminellen. Es wurde immer wieder berichtet, der kommunale Vollzugsdienst sei unterbesetzt. Einmal sogar hieß es, dass von sechs Mitarbeitern drei krank seinen. OB Leibe, anlässlich der Veranstaltung "100 Tage OB Leibe" gefragt, wie die Stadt dem Problem mit den permanenten Verkehrsverstößen in der Fußgängerzone begegnen will, sagte, dass zurzeit neue Mitarbeiter ausgebildet würden, um im Herbst einsatzfähig zu sein. Ich habe bislang keine Veränderung bemerkt. Lächerlich ist es, dass bisher im Fall des Falles seitens der Ordnungskräfte mit rücksichts- und verständnisvollen Informationen an das Verständnis der Täter appelliert wurde. Nein! Jeder Verstoß der Radfahrer muss mit mindestens 50 Euro geahndet werden, ohne Rücksichtnahme auf Alter, Herkunft und sozialen Stand. Vor allem absolut keine mildernden Umstände! Nur massive erzieherische Abschreckung zeigt Wirkung und prägt sich ein. Übrigens lässt sich alles, was vorgenannt wurde, ebenso auf den vormittäglichen Liefer-Auto- und LKW-Verkehr in der Fußgängerzone übertragen. Rücksichtnahme Fehlanzeige. Schrittgeschwindigkeit kennt niemand. Auch dort wird (natürlich) nicht überwacht. Fußgänger sind schon beinahe Freiwild. Ich bin als Trierer Fußgänger gespannt, wie es weitergeht. Mein siebter Sinn stimmt mich allerdings äußerst bedenklich. Dieter Steinmassl, Trier