Im Bann der Ketzer

Luise, die Protagonistin in Marianne Raskob-Bartholmaes neuem Buch "Luise und Marco - im Bann der Ketzer von Trier" beschließt, das Erbe ihrer Urahnin fortzuführen und arbeitet als Heilerin. Ein gefährlicher Beruf zu Zeiten von Hexenverfolgung und Ketzerei.

Trier. Trier ist Hauptschauplatz des neuen historischen Romans von Marianne Raskob-Bartholmae, die Handlung spielt sich auf historischen Plätzen wie dem Pferdemarkt oder im Turm der Gangolfkirche ab. Die Geschichte enthält kriminalistische Elemente, aber auch Biss und Witz, Spannung und mystische Momente.
Das Buch: "Luise und Marco - im Bann der Ketzer von Trier" ist ein historischer Roman mit 360 Seiten. Er ist im Stephan-Moll-Verlag erschienen und kostet 11,50 Euro. Seit März ist das Buch im Buchhandel erhältlich. Die Geschichte spielt in den Jahren 1850 bis 1860 in der Stadt Trier. Die Beschreibung der historischen Schauplätze habe aufwendige Recherchearbeit verlangt, erzählt die Autorin. Mit Hilfe ihres Manns, der ein "alter Trierer" sei, habe sie eine "sehr gute Karte" des historischen Triers ausfindig gemacht. Diese Karte und Auskünfte fachkundiger Trierer hätten es ihr ermöglicht, die Stadt zu der Zeit, in der ihr Buch spielt, zu beschreiben.
Die Geschichte: Als Luise in einem Burgturm alte Schriftrollen mit einer Vorahnung ihrer Urahnin entdeckt, sind Probleme programmiert. Sie beschließt, das Erbe ihrer Vorfahrin fortzuführen und arbeitet als Heilerin. Doch schnell wird sie der Hexerei verdächtigt und muss vor Mönchen fliehen.
Die Autorin: Marianne Raskob-Bartholmae ist verheiratet und wohnt mit ihrer Familie in Trier. Nach einer therapeutischen Ausbildung widmete sie sich ganz der Literatur - "eine Kombination aus Hobby und Beruf", wie die Autorin sagt. Sie legt Wert auf ausdrucksstarke und wortgewandte Sprache. In "Luise und Marco - im Bann der Ketzer von Trier", Raskob-Bartholmaes sechstem Roman, findet sich auch Trierer Mundart - allerdings so, dass sie für alle Leser verständlich ist.
Leseprobe: Fürst Marco traute weder seinen Augen noch seinem Verstand. Was sich hier, in dem vom Gewitter aufgeschäumten Gewässer, abspielte, musste Fiktion sein. Der kleine Mönch brüllte infernalisch. Wer vermochte zu wissen, was sich in dem von Drogen zerstörten Gehirn abspielte? Denn dieser fiebrig-glänzende Blick mit den unnatürlich großen Pupillen deutete auf Rauschmittel hin. Seine blutunterlaufenen Augen weiteten sich vor Ungläubigkeit, als er des Engels gewahr wurde. Mit den Worten "Gott will es" stach dieser schließlich das Schwert in das Herz des Frevlers.
lc
Extra

Das sagt Autorin Marianne Raskob-Bartholomae über ihr neues Werk: Ich habe dieses Buch geschrieben weil, ... ... ich schon immer gerne schreibe und sehr viel Freude daran habe. Das Besondere daran ist, ... ... dass es mir gelungen ist, Trier zu einer Zeit zu beschreiben, zu der man es gar nicht mehr kennt. Auf jeden Fall lesen sollten es ... ... alle Leser, egal ob 13 oder 90 Jahre, die eine interessante Geschichte mit Spannung und Abwechslung mögen. lc