1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Im Einsatz für die Freundschaft zweier Länder

Im Einsatz für die Freundschaft zweier Länder

Bis 1991 waren 54 Jahre lang französische Soldaten in Trier stationiert. Der Freundeskreis der ehemaligen französischen Streitkräfte in Trier hat es sich zur Aufgabe gemacht, die deutsch-französische Freundschaft zu fördern. Im Anschluss an den Volkstrauertag ehrte er deshalb Joachim Schütze und Christophe Coulot.

Trier. Der 50. Jahrestag des Élyseé-Vertrags, des Friedensvertrags zwischen dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle vom 22. Januar 1953, ist schon eine Weile verstrichen. Trotzdem war es dem Vizepräsidenten des Freundeskreises der ehemaligen französischen Streitkräfte (Amicale Nationale des Anciens des Forces Francaises en Allemagne, kurz: Anaffa), Roland Bouvet, ein Anliegen, zwei wichtige Personen zu ehren: Joachim Schütze und Christophe Coulot erhielten die Ehrenmedaille zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages.
Joachim Schütze, Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier, ist nach Bouvets Darstellung "ein wirklicher Europäer": in Prag geboren, Abitur in Wetzlar und Studium der Romanistik und Geschichte in Göttingen, Paris und Saarbrücken. Schütze hat sich in vielfältiger Weise für die deutsch-französische Freundschaft eingesetzt: Er führte unter anderem das Abi Bac am Trierer Humboldtgymnasium ein, war im Schulbereich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Luxemburg, Belgien, dem Saarland und Rheinland-Pfalz tätig und organisierte vielfältige Schüleraustausche. "Die Medaille ist für mich eine starke Motivation, meinen Weg weiter zu gehen. Der gegenseitige Respekt der Menschen ist mir dabei besonders wichtig", betonte Schütze.
Ebenfalls mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde Christophe Coulot, der wegen eines Vortrags in Hamburg von seinem Vater vertreten wurde. Coulot half Alain Giletta, Präsident der Anaffa, bei der Übersetzung von Archivmaterialien für sein Buch über französische Kasernen in Trier. Zusammen mit Giletta und dem Heimathistoriker Adolf Welter hat der Preisträger auch Vermisstenschicksale aufgeklärt. So konnten sie einer Triererin helfen, ihre französischen Geschwister nach über zehnjähriger Suche zu finden.