Verein: Im Einsatz für eine lebendige Erinnerungskultur

Verein : Im Einsatz für eine lebendige Erinnerungskultur

Wolfgang Keil bleibt Präsident der Stefan-Andres-Gesellschaft.

Die Stefan-Andres-Gesellschaft (StAG) wird auch in den kommenden vier Jahren von Präsident Wolfgang Keil geführt. Der 78-Jährige, der der Gesellschaft seit 2007 vorsteht und mit Ideen und Initiativen die StAG vorangebracht hat, wurde in der Jahreshauptversammlung im Schweicher Kulturzentrum Niederprümer Hof einstimmig wiedergewählt. Neu im engeren Vorstand ist unter anderem Vizepräsidentin Elisabeth Cannivé-Boesten, die die Nachfolge von Anita Kruppert antritt.

Die enge Zusammenarbeit mit den Schulen war schon immer eines der Hauptanliegen der Gesellschaft, die auch der Jugend das Werk von Stefan Andres vermitteln möchte. Immerhin handelt es sich bei dem bekannten Schriftsteller um einen Sohn der Region, der in vielen Werken seine alte Heimat literarisch verewigt hat. Und weil Andres so viele nachprüfbare Spuren im Trierer Land hinterlassen hat, ist es auch für Pädagogen reizvoll, den  Schülern das literarische Vermächtnis des Müllersohns aus dem Dhrontal nahezubringen.

Wolfgang Keil lobte die Kooperationen mit den Schulen und vor allem das große Engagement der Lehrkräfte. So berichteten Astrid Geißler (Stefan-Andres-Gymnasium Schweich) sowie Andrea Holbach und Nicole Werner-Berger (Stefan-Andres-Realschule plus mit Fachoberschule) über erfolgreiche Projekte ihrer Schulen, die zudem mit eindrucksvollen Dokumentationen optisch unterlegt wurden. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es zudem noch mit dem Auguste-Victoria-Gymnasium Trier, dem Peter-Wust-Gymnasium Wittlich, der Integrierten Gesamtschule Trier sowie mit dem Lycée de Garçons d’Esch-sur-Alzette. Die von der Gesellschaft ausgeschriebenen Auszeichnungen für die beste Abiturnote im Fach Deutsch erhielten Leon Freihöfer (Stefan-Andres-Gymnasium Schweich) und Tim Koster (Fachoberschule Schweich), die beide mit Geldpreisen bedacht wurden.

Verschiedene Initiativen wie die intensive Kontaktpflege zu den Schulen, ein Andres-Seminar an der Universität Trier oder der inzwischen vom Lauftreff Schweich ausgerichtete Stefan-Andres-Gedächtnislauf sind Bestandteile einer von der Gesellschaft praktizierten lebendigen Erinnerungskultur, die das Andenken an den großen Schriftsteller von der Mosel seit vielen Jahren erfolgreich aufrechterhält.

In seiner Jahresbilanz erinnerte Wolfgang Keil  an die Präsentation des Editionsbandes „Briefe von und an Stefan Andres 1930-1970“ sowie an den geselligen Abend 2018, der in diesem Jahr am 30. November wieder unter dem Leitmotiv „Literatur und Weinkultur“ im Niederprümer Hof eine weitere Auflage erleben wird.

Schriftsteller Emil Angel (Esch-sur-Alzette), seit Jahren aktiver Mitgestalter und Autor bei StAG-Veranstaltungen, wurde von Wolfgang Keil als „Brückenbauer im geistigen und sprachlichen Sinn in der Großregion – diesseits und jenseits der Grenze“ – gewürdigt. Ebenso wie der unermüdliche recherchierende Andres-Forscher Manfred Moßmann, der die bis dato unentdeckte Novelle „Die seidene Schnur“ aus dem Jahr 1935 dem StAG-Archiv überlassen hat, das mit der bisher unbekannten Novelle „Der Brunnen zu Pluvial“ (1929/30) weiter komplettiert wird.

Nach der Entlastung des Vorstandes wurde dieser für vier Jahre neu gewählt. Einstimmigkeit herrschte, wie erwartet, bei der Wiederwahl der alten wie auch der neuen Mitglieder. Der neue StAG-Vorstand: Präsident: Wolfgang Keil; Vizepräsidentin: Elisabeth Cannivé-Boesten; Vertreter der Stadt Schweich und VG Schweich: Lars Rieger und Christiane Horsch (zugleich Schatzmeisterin); Schriftleiter: Reinhard Boesten und Hermann Erschens; Schriftführer: Herbert Pies; Schulkontakte: Astrid Geißler und Dr. Stefanie Wewetzer; Medien/PR: Horst Lachmund; Wanderwegwart: Michael Frede; Beisitzer: Peter Kruse, Carla Schött, Elfriede Lauströer; Kustodin (Homepage): Dr. Jutta Berg-Schmitt; Kustos (Geschäftsstelle): André Kastner. Kassenprüfer Anita Kruppert und Berthold Biwer

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