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Im ganzen Haus zu Hause: Neue Kindertagesstätte der Borromäerinnen bietet Platz für mehr als 90 Kinder

Im ganzen Haus zu Hause: Neue Kindertagesstätte der Borromäerinnen bietet Platz für mehr als 90 Kinder

Mit einem Kostenaufwand von 2,5 Millionen Euro hat das Mutterhaus der Borromäerinnen auf dem Gelände des Klinikums eine neue Kindertagesstätte errichtet. Nach über 40 Jahren hätte der Altbau mit einem hohen Kostenaufwand saniert werden müssen, weshalb sich die Verantwortlichen für Abriss und Neubau entschieden.

Das Haus ist hell und freundlich, die fünf Gruppenräume laden förmlich zum Verweilen ein. Es waren vor allem die Eltern der Kinder, die am Samstag die Gelegenheit zu einer intensiven Besichtigung nutzten. Aber auch Planer, Handwerker, Repräsentanten verschiedener Einrichtungen und nicht zuletzt etliche Schwestern waren gekommen, um in einer Feierstunde den Werdegang nochmals Revue passieren zu lassen.

Generaloberin Schwester Elisabeth Mues erfüllte der Neubau mit "Freude und Dankbarkeit, aber auch mit einem gewissen Stolz". Sie zeigte sich überzeugt, dass das Ergebnis dem Miteinander von vielen, darunter auch Kita-Mitarbeiter und Eltern, geschuldet war. Ihr Resumee: "Es ist toll geworden!"

Die Grüße des Stadtvorstands überbrachte Jugendamtsleiter Achim Hettinger. Auch er war von dem Ergebnis sowie von Professionalität und Schnelligkeit des Bauvorhabens gebührend beeindruckt. Besonders aber hob er das finanzielle Engagement der Borromäerinnen hervor. Von den Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro hat das Mutterhaus 1,4 Millionen Euro selbst übernommen. Den Rest brachten Land und Stadt auf. In aller Kürze veranschaulichte Hettinger die Leistungsfähigkeit der Kita: Hier können bis zu 95 Kinder betreut werden, dafür stehen 15 Mitarbeiter zur Verfügung. Von den Plätzen sind 26 für Kinder unter drei Jahren reserviert und 20 für Kinder im Schulalter bis zehn Jahren. Um eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen zu können, werde man in Kürze die Öffnungszeiten von 6.30 bis 18.30 Uhr erweitern.Fünf altersgemischte Gruppen


Weitere Details zur Einrichtung stellte Kita-Leiterin Marlies Deutsch vor. Sie besteht aus fünf altersgemischten Gruppen mit Kindern von einem bis sechs Jahren und einer Hortgruppe mit Kindern vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Die Gruppen selbst haben eine klassische Struktur, die Arbeit aber erfolge gruppenübergreifend, so dass sich die Kinder im ganzen Haus zu Hause fühlen können. 44 der Kinder haben einen Migrationshintergrund, 34 Plätze sind für Mitarbeiterkinder des Klinikums reserviert.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch den eigens gebildeten Projektchor Ensemble Borromeo, der für seine herausragenden Darbietungen langanhaltenden Applaus erhielt.

Beendet wurde die Feier mit der symbolischen Schlüsselübergabe von Architekt Frank Lempges an Kita-Leiterin Marlies Deutsch und Generaloberin Schwester Elisabeth Mues sowie der sich daran anschließenden Einsegnung durch Pater Norbert Ensch.