Im Glauben vorankommen

Die Entscheidung ist gefallen. Die Spanier sind Fußballweltmeister!In einem Spiel, das sich mehr durch Anstrengung und Härte als durch fairen Wettbewerb auszeichnete, setzte sich die spanische Nationalmannschaft gegen die der Niederlande durch.

Lachen und unbändige Freude auf der einen Seite, Tränen, Enttäuschung und Frust auf der anderen.

Freudig zeigte der spanische Torschütze den begehrten Pokal, das sichtbare Zeichen des Sieges.

Laufen, um den Siegespreis zu erringen, das erinnert mich an das, was der Apostel Paulus über den christlichen Glauben im Vergleich zum Wettkampf sagt: "Lauft so, dass ihr den Siegespreis erlangt"(1.Kor 9,24).

Dabei geht es dem Apostel nicht um den Lorbeerkranz, sondern um den "unvergänglichen Kranz". Wie ein Läufer trainiert und sich für den Wettkampf vorbereitet, so sollen auch die Christen sich darin üben, im Glauben an Jesus Christus voranzukommen. In diesem Sinne gelten im Sport und im Glauben vergleichbare Verhaltensweisen. Nur das Ziel ist ein anderes.

Im Glauben punktet, wer sich zu Gott bekennt und sich in Nächstenliebe übt.

Das heißt nicht, dass Sport beziehungsweise Fußball und Glauben Gegensätze darstellten. Es geht um Fairness und gutes Miteinander. Darüber hinaus geben sich immer wieder Spieler als Christen zu erkennen. Cacau etwa hat sich entschieden, mit Gott zu leben.

Diese Haltung, so sagt er, habe zu innerem Frieden geführt und dazu, dass er einen Draht zu Gott entwickelt habe. "Ich glaube, Gott will einfach, dass wir Menschen merken, wie sehr er uns liebt." (Fußball-Bibel S. 116).

Elke Füllmann-Ostertag,

Pfarrerin aheu/jöl