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Im Haus Tobias sind alle Kinder gleich

Im Haus Tobias sind alle Kinder gleich

Endlich ist sie eingeweiht worden, die Integrative Kindertagesstätte Haus Tobias in Trier-Feyen. Die Einrichtung bietet zwei integrative sowie zwei geöffnete Regelgruppen und eine Krippengruppe.

Trier. Mit einem Fest für Kinder, Eltern und Gäste ist die Integrative Kindertagesstätte "Haus Tobias" in Trier-Feyen nun offiziell eingeweiht worden. Das Fest wurde mit einem Wortgottesdienst mit Pastoralreferentin Marie-Luise Burg in der Kirche St. Valerius eröffnet.
Hier begrüßte Caritasdirektor Bernd Kettern die Gäste. Bürgermeisterin Angelika Birk brachte in ihrem Grußwort die Freude zum Ausdruck, dass der Caritasverband Trier die Trägerschaft über die neue Kindertagesstätte übernommen und das Projekt weiter entwickelt hat, nachdem der geplante Betriebsträger kurzfristig abgesprungen war.
Wünsche für die Kita


Nach dem Gottesdienst wurden bunte Luftballons verteilt, die die Kinder, Eltern und Gäste mit den besten Wünschen für die neue Einrichtung in den Himmel steigen ließen.
In den Räumen der Kita herrschte den ganzen Tag vergnügtes Gewusel, überall lachten und spielten die kleinen sowie größeren Hausbewohner. Haus Tobias-Gesamtleiterin Susanne Fuchs, Einrichtungsleiterin Sonja Lehnen-Schmitt und ihre 16 Kolleginnen strahlten. "Die Bau- und Umzugszeit war sehr anstrengend, aber jetzt ist fast alles gut", lautete der einstimmige Tenor. Entwickelt wurde das Projekt von der Hamburger Firma Aviarent, die das Grundstück gekauft und darauf den Rohbau errichtet hat.
Die Fonds 3 AvR Rheinland-Pfalz Grundstücks- und Verwaltungs-GmbH & Co KG hat die Kita durch den Projektentwickler dh-projekt dann hergerichtet. Die Einrichtung bietet zwei integrative, zwei geöffnete Regelgruppen und eine Krippengruppe. Jede Regelgruppe bietet Platz für 25 Kinder, sechs Zweijährige und 19 Drei- bis Sechsjährige.
Die integrativen Gruppen halten Plätze für fünf Kinder mit und zehn ohne Behinderung bereit. Die Krippengruppe bietet weitere zehn Plätze für Ein- bis Dreijährige. Von den insgesamt 90 Plätzen sind 64 Ganztagsplätze. Die Einrichtung bietet erweiterte Öffnungszeiten von 7 Uhr bis 17 Uhr.
Wie in den Integrativen Kindertagesstätten in Quint und Thomm steht auch im Haus Tobias Feyen die Integration im Vordergrund der Arbeit. Pädagogen und Therapeuten, also Logopädin, Ergotherapeutin und Kinderkrankenschwester, arbeiten dabei eng verzahnt zusammen, um jedes Kind in seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu fördern und im Miteinander zu stärken.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des pädagogischen Fachpersonals ist der regelmäßige Kontakt zu den Eltern im Sinne einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft. Hier steht ein Raum zur Verfügung, der gezielt für Elternkommunikation genutzt wird.
Ziel der integrativen pädagogischen Arbeit ist das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Aufgenommen werden Förderkinder mit Schwächen des Hör-, Sprach- oder Bewegungsapparates, aber auch geistigen oder psychischen Behinderungen. "Wir wollen Andersartigkeit akzeptieren und einen Platz der Begegnung bieten, damit behinderte und nichtbehinderte Kinder mit- und voneinander lernen", betonte Einrichtungsleiterin Lehnen-Schmitt bei der Eröffnung. red