Im Tandem gegen Platzprobleme

Im Tandem gegen Platzprobleme

Grundschule und Kindergarten Pfalzel arbeiten seit vier Jahren eng zusammen. Ab sofort ist das auch in der räumlichen Nähe erkennbar: Die Vorschulkinder sind in ihre eigenen Räume in der Grundschule eingezogen.

Trier-Pfalzel. Raumnot hier, freie Kapazitäten dort: Da lag eine engere Zusammenarbeit zwischen der Pfalzeler Kindertagesstätte St. Adula und der Gregor-von-Pfalzel-Grundschule nahe. Und so zogen jetzt nach einjähriger Planung und Vorarbeit 23 Vorschulkinder, die sogenannten Wackelzähne, mit Sack und Pack von der beengten Kita in ihre Räume in der Grundschule ein.
Vor allem der Platzbedarf für die unter dreijährigen Kinder stellte die Kita St. Adula vor räumliche Probleme. Eine zusätzliche Gruppe war in dem bislang fünfgruppigen Kindergarten nicht mehr unterzubringen. Da kam die seit vier Jahren bestehende Kooperation mit der Grundschule gelegen. Als Tandem arbeiten beide Einrichtungen eng zusammen und bauen die gemeinsame Konzeption vor allem für die Vorschulkinder aus.
"Um den Übergang zu optimieren und die freien Räume zu nutzen, machte der Umzug für alle Beteiligten Sinn", erläutert Kita-Leiterin Anne Breit-Klären. Auch Schulleiterin Mirjam Abdi-Oskoui sieht die verbesserte Möglichkeit, den Kleinen den Weg vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern: "Wir können nun das Zusammenleben weiterentwickeln und ausbauen." Gleichzeitig trägt die neue Nutzung des Schulgebäudes dazu bei, den Bedarf an der Einrichtung im Stadtteil zu festigen und ein deutliches Zeichen gegen eventuelle Schließungsabsichten der Stadt zu setzen.
Insgesamt 103 000 Euro investierten Land, Stadt und Bistum in die umfassende Sanierung und Ausstattung der neuen Räume. Vor allem der Sanitärbereich musste komplett umgebaut werden. Außerdem war eine Außentreppe nötig, über die die Kindergartenkinder unabhängig vom Schulbetrieb in ihr Reich gelangen können.
Die Kita vergrößerte sich damit von 110 auf 133 Kinder. 28 Plätze stehen jetzt für die unter Dreijährigen zur Verfügung. Und auch das Ganztagsangebot wurde von 49 auf 65 Plätze erweitert, wofür sechs neue Mitarbeiter und eine neue Hauswirtschaftskraft zusätzlich eingestellt wurden.
"Wichtig wird es jetzt sein, die Verbindung der Kinder in der Schule an die Kita auszuarbeiten", betont Leiterin Breit-Klären die vorrangige Aufgabe für die Zukunft. Denn die Vorschulkinder sollen keineswegs nur noch in der Schule sein. Den Kontakt zu ihrem Kindergarten und ihren Freunden sollen sie nicht verlieren. Beide Leiterinnen sehen "viele Chancen, die es auszubauen gilt".

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