1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Im Zweifelsfall auf der Straße!

Im Zweifelsfall auf der Straße!

Zum Bericht "Außer Radfahren nichts erlaubt", TV vom 7. Mai:

Der Zwang zur Benutzung des Radwegs bei Radwegschildern löst in mir gemischte Gefühle aus. In Trier existiert eine immense Anzahl Radwege, deren Benutzung eine hohe Gefährdung beinhaltet. Was sagt der Gesetzgeber dazu?

Das Bundesverkehrs-Minsterium gibt als Hauptunfallursache mit Radfahrern als Verursacher Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr und das Benutzen falscher Fahrbahnteile an. Als Unfallbeteiligte sind Radfahrer am meisten in Einbiegen/Kreuzen-Unfälle verwickelt. Zitat des Staatssekretärs Kasparick: Wir haben in Deutschland keine Radwege-Benutzungspflicht! Die Länder sind seit der StVo-Novellierung 1997 in den vergangenen zehn Jahren offensichtlich nicht in der Lage gewesen, Bundesrecht ausreichend zu verstehen und anzuwenden. Seitdem muss eine Benutzungspflicht im Einzelfall zwingend begründet werden. Die Benutzungspflicht ignoriert das Problem, dass Radfahren auf Radwegen gefährlicher ist als auf der Straße, insbesondere auf linksseitigen Radwegen, die ein fast zwölffach erhöhtes Unfallrisiko bieten. Radwege müssen straßenbegleitend, benutzbar und zumutbar sein! Erfüllt ein Radweg auch nur eines dieser Kriterien nicht, muss er nicht benutzt werden. Trotz einiger verwirrender Angaben zur Benutzungspflicht als Fazit für mich: Im Zweifelsfall auf der Straße!

Gert Weber, Gusterath

Verkehr