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Impfpflicht: Was Menschen in der Region Trier darüber denken

Umfrage : Impfpflicht? Das denken Volksfreund-Leser

Sollte es eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland geben? Die Volksfreund-Umfrage  bringt einige interessante Ergebnisse.

In Berlin wird über das Thema diskutiert. Wenn es im Bundestag zu einer Abstimmung über die Impfpflicht kommt, wird es in vielen Fraktionen unterschiedliche Meinungen und entsprechend ein unterschiedliches Abstimmungsverhalten geben. Ähnlich bunt ist das Bild, das eine Umfrage unter Passanten auf den Straßen in der Region ergab.

 Christopher Lautwein
Christopher Lautwein Foto: Hans Kraemer

Christopher Lautwein, Binsfeld: Ich bin für eine Impfpflicht, um endlich einen Weg aus der Pandemie zu finden und zum normalen Alttag zurückzufinden.

 Hans Alwin Schmitz
Hans Alwin Schmitz Foto: Hans Kraemer

Hans Alwin Schmitz. Trier-Euren: Ich bin für eine Impfpflicht. Allerdings sollten Menschen mit Vorerkrankungen davon ausgenommen werden.

 Rosi Breit
Rosi Breit Foto: Hans Kraemer

Rosi Breit, Osburg: Ich bin gegen eine allgemeine Impfpflicht. Obwohl ich ein absoluter Impfbefürworter bin – bin drei Mal geimpft – sollte jeder sich aus freien Stücken für die Impfung entscheiden dürfen. Außerdem halte ich es für schwierig, eine Impfpflicht juristisch durchzusetzen.

 Hendrik Wisbar
Hendrik Wisbar Foto: Hans Kraemer

Hendrik Wisbar, Trier: Ich kann die Vorbehalte gegenüber allen Pflichten und Verpflichtungen gut verstehen, sei es Haftpflicht, Gurtpflicht oder die Steuererklärung. Doch eine Impfpflicht? Je nachdem, wohin ich in Urlaub will, sind Impfungen gegen Malaria oder Hepatitis Gang und Gäbe, und kaum jemand stellt das in Frage. Doch bei Covid-19 nehmen wir Millionen von Toten weltweit schulterzuckend hin? Wundern uns nicht mehr über täglich neue Rekordzahlen? Bedauern, dass Freiberufler, Gastronomen, Einzelhändler ihre wirtschaftliche Existenz verlieren? Wünschen unseren Kindern eine unbeschwerte Kindheit mit Spiel und Sport, mit Musik und Tanz, mit kindgerechter Leichtigkeit des Seins, sind aber nicht bereit, alles uns Mögliche dafür zu tun? Sicherlich gibt es einige wenige von 82 Millionen Bundesbürgern, die aus diversen gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten oder sollten, doch die übrigen 90 Prozent müssten alle miteinander solidarisch sein und sich möglichst freiwillig impfen lassen. Da das aber nicht zu funktionieren scheint, sehe ich zwar eine Impfpflicht gegen Covid-19 kritisch, sehe sie aber leider als notwendig an, um irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wieder ein etwas normaleres Leben für alle ermöglichen zu können.

 Rainer Breit
Rainer Breit Foto: Hans Kraemer

Rainer Breit, Trier: Ich denke, eine Impfpflicht hätte bei der Delta-Variante Sinn gemacht, um die Ausbreitung und schwere Verläufe zu verhindern. Bei Omikron sieht es nach derzeitigem Wissenstand so aus, dass in den seltensten Fällen noch ein schwerer Verlauf zu befürchten ist. Ob da eine Impfpflicht mit einem wenig erforschten Impfstoff Sinn macht, wage ich dann eher mal zu bezweifeln. Ich denke, dass es für einen Laien schwer zu beurteilen ist, wenn selbst die Experten sich nicht in allen Punkten einig sind.

Sebastian Ney, Preist: Ich bin für die Impfpflicht, weil es meiner Meinung nach nicht schadet, sondern hilft. Die Leute sollten weniger googeln, sondern mehr selbst überlegen.

Hannelore K., Wittlich: Ich bin gegen eine generelle Impfpflicht, aber in wichtigen Berufen wie zum Beispiel Kranken- oder Altenpflege dafür. Diese Leute müssen gesund bleiben, damit ihre wichtige Arbeitskraft erhalten bleibt.

Dieter Decker,Trier: Ich bin der Meinung, dass es nur durch die Impfung besser werden kann. Wenn eine Impflicht dafür nötig ist, sollte es so sein. Ich finde auch mittlerweile die Argumente der Gegner recht affig.