In der Neurologie ist nichts von langer Dauer

In der Neurologie ist nichts von langer Dauer

Die Neurologie des Brüderkrankenhauses ist seit 30 Jahren eine eigenständige Abteilung. In dieser Zeit hat sich enorm viel verändert. Im ambulanten Bereich werden pro Jahr mehr als 5000 Patienten versorgt.

Trier. "Wir haben in bescheidenen Verhältnissen angefangen", erinnert sich Isa Hensel, die seit dem ersten Tag als Krankenschwester der Multiple-Sklerose-Ambulanz in der Neurologie des Brüderkrankenhauses arbeitet. Im April 1983 wurde die Neurologie eine eigenständige Abteilung. "Jeder brachte Verbesserungsvorschläge ein, und so haben wir uns als Team zusammen mit den medizinischen Erkenntnissen weiterentwickelt." Chefarzt Matthias Maschke ist stolz auf den Zusammenhalt in der Abteilung. Mehr als 20 Mitarbeiter bekämpfen dort Volkskrankheiten wie Schlaganfälle und Parkinson.
Regelmäßige Fortbildungen


Die pflegerische Gesamtleiterin Beate Philippi sieht einen bedeutenden Entwicklungsschritt in der umfassenden Pflege: "Es gibt für alle Bereiche Spezialisten, zum Beispiel Ernährungsexperten oder Kollegen, die für die Medikamente zuständig sind." So werde der Patient ganz anders umsorgt als dies noch vor 30 Jahren der Fall gewesen sei.
Medizinisches Wissen im Bereich der Neurologie sei heute nach einem Zeitraum von etwa drei Jahren überholt, sagt Chefarzt Maschke. Regelmäßige Fortbildungen sorgten dafür, dass alle Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand seien. Maschke selbst organisiert ein neurologisches Symposium. Bei Patienten der Schlaganfall-Spezialstation, Stroke Unit genannt, ist eine frühe Verknüpfung mit anderen Abteilungen enorm wichtig. Ein Team aus Logopäden, Physiotherapeuten und Neuropsychologen steht den Betroffenen zur Verfügung. "Der Patient soll sich möglichst früh wieder selbst versorgen können", sagt der Leiter der Frührehabilitation, Albert Schneider. Dieses Konzept setze die gesamte Abteilung erfolgreich um: Die durchschnittliche Liegedauer der Patienten sei von häufig mehr als zwei Wochen auf nur sechs Tage reduziert worden. Erweiterungen der Abteilung sind geplant, auch im ambulanten Bereich. Dort werden schon heute jedes Jahr mehr als 5000 Patienten versorgt. Ingold Junk ist von Anfang an als Sekretärin in der Neurologie dabei. Für sie ist klar: "Es gab und gibt immer extrem viele Veränderungen. Das Wichtigste bleibt dabei die Zusammenarbeit des Teams. Jeder therapiert mit, bei uns es geht es nicht nur um Versorgung."
Extra

Im Rahmen ihres 30-jährigen Bestehens hat die Abteilung Neurologie des Brüderkrankenhauses eine Informationsreihe für Patienten unter dem Titel "Neurologische Erkrankungen" vorbereitet. Die nächste Veranstaltung am 5. September behandelt das Thema Kopfschmerzen. Am 17. Oktober lautet das Thema Epilepsie. Die Veranstaltungen finden jeweils von 17 bis 19 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses statt. Weitere Informationen: Patienten-Informationszentrum, Telefon 0651/208-1520. katz