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In drei Wochen rollen die Bagger

In drei Wochen rollen die Bagger

Die Bevölkerung der Stadt Trier wächst durch Zuwanderung weiter an, und bezahlbarer Wohnraum wird knapper. Mit einem 1,5 Millionen-Euro-Darlehen fördert das Land daher ein Projekt der Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier (BVT). Finanzministerin Doris Ahnen hat den Förderbescheid persönlich auf der Baustelle überreicht.

Trier-Tarforst. Das Thema laute "bezahlbarer Wohnraum", erklärte BVT-Vorstand Albrecht Huber auf dem noch freien Baugelände an der Ecke Karl-Carstens-/Von-Babenberg-Straße im Neubaugebiet Tarforst. In drei bis vier Wochen sollen hier die Bagger rollen und den Grund für zwei Mehrfamilienhäuser mit 16 bezahlbaren Genossenschaftswohnungen ausheben. Zum offiziellem Baubeginn mit erstem Spatenstich waren erschienen: Finanzministerin Doris Ahnen und Ulrich Link, Vorstand der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, die an BVT-Vorstand Albrecht Huber den Förderbescheid mit einem zinslosen 1,5-Millionen-Euro-Darlehen sowie einen 250 000 Euro umfassenden Tilgungszuschuss überreichten. Dabei anwesend waren Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Sparkassenvorstand Günther Passek und der Landtagsabgeordnete Arnold Schmitt (CDU).
"Ich freue mich, dieses Projekt in Trier zu fördern, bei dem 16 neue Wohnungen entstehen", erklärte Ministerin Ahnen (SPD). Trier gehöre zu den sogenannten Schwarmstädten - Kommunen mit hohen Zuzugsraten, insbesondere durch junge Neubürger. Dringend müsse in solchen Städten zusätzlicher - und vor allem bezahlbarer - Wohnraum geschaffen werden. Ahnen: "Und es sind gerade die Wohnungsbaugenossenschaften, die bezahlbaren Wohnraum schaffen. Dies zeigen auch die Trierer Projekte der BVT. Wir tun daher gut daran, die Genossenschaftsidee weiter zu unterstützen."
Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) verwies auf das seit Jahren ungebrochene Wachstum der Stadt. Bezahlbarer Wohnraum in guter Qualität sei dafür eine Voraussetzung. Daher gelte sein besonderer Dank der BVT, die wieder einmal in Trier investiert habe. Leibe schloss mit einem Lob an Architekt Werner Schaack: "Günstiges Bauen muss nicht billig wirken. Das zeigt schon der Blick auf die hier ausgehängten Pläne."
BVT-Vorstand Huber wies auf die Bedeutung dieser Förderung hin: "Sie macht es möglich, diese Wohnungen zu einer Nettokaltmiete von sieben Euro pro Quadratmeter zu vermieten."
Zum Abschluss schritten die Funktionäre zum symbolischen Spatenstich. Der offizielle Baubeginn ging in manueller Arbeit und ohne Baggerhilfe vonstatten.Extra

Architekt Werner Schaack nennt die wichtigsten Zahlen des Bauvorhabens: Auf einer rund 2040 Quadratmeter großen Fläche an der Ecke Karl-Carstens-/Von-Babenberg-Straße im Stadtteil Tarforst entstehen zwei Gebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten, darunter auch barrierefreie Wohnungen. Die Tiefgarage umfasst 21 Stellplätze, hinzu kommen drei oberirdische, behindertengerechte Parkplätze. Die Gebäude sind als energieeffiziente, so genannte Passivhäuser ausgelegt, wodurch der BVT als Bauherrin rund 370 000 Euro Mehrkosten entstehen. f.k.