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In Trier ist Public Viewing in der Gastronomie eingeschränkt möglich

Ton, Torjubel, Fangesänge : Was beim Fußball-Rudelgucken in Trier erlaubt ist - und was nicht

Public Viewing zur Fußball-EM wird es in Trier im großen Stil nicht geben. In der Gastronomie ist die Übertragung von Spielen allerdings erlaubt - solange bestimmte Regeln eingehalten werden. Wir geben einen Überblick.

Gedrängte Menschenmassen, schwarz-rot-gelbe Schminke auf verschwitzten Gesichtern, Fahnen und Trikots, so weit das Auge reicht - Public Viewing gibt Fußball-Übertragungen seinen ganz besonderen Reiz.

Das Rudelgucken in Trier zur Europameisterschaft fällt in diesem Jahr allerdings der Corona-Pandemie zum Opfer. Übertragungen im größeren Stil sind weder in der Arena noch auf dem Viehmarkt geplant. Eine Möglichkeit gibt es allerdings, sich die Spiele anderswo als vor dem heimischen Fernseher anzuschauen: Die Gastronomie. Denn laut Auskunft der Stadt Trier ist es grundsätzlich möglich, dass Gastronomen über einen Fernseher die Fußballspiele zeigen.

Allerdings sind dabei einige Vorgaben zu beachten. So müssen die Hygieneregeln nach der aktuell gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung eingehalten werden, wie Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier, auf TV-Anfrage mitteilt. Das heißt: Genug Abstand zwischen den Tischen, Kontaktdatenerfassung und Mund-Nasen-Schutz außerhalb des Tisches. Auch die Kontaktbeschränkungen sind zu beachten. Derzeit dürfen sich im öffentlichen Raum maximal fünf Personen aus maximal fünf Hausständen treffen, Kinder bis einschließlich 14 Jahre, vollständig Geimpfte und Genesene ausgeschlossen. Für Besuche der Innengastronomie gilt zudem weiterhin Testpflicht. Zuschaueransammlungen außerhalb der Terrasse des Restaurants, das die Spiele überträgt, müssen vermieden werden.

Auch unabhängig von der Pandemie gibt es für die Gastronomen einiges zu beachten: „Es sind die der Uhrzeit und Lage entsprechenden Lärmgrenzwerte einzuhalten“, erklärt Schmitz. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe, das heißt, weder Musik noch Fernseher dürfen laufen. Es ist möglich, nach dieser Uhrzeit nur das Bild zu zeigen. Dabei müssen die Gastronomen allerdings darauf achten, dass auch die Gäste nicht zu laut sind. „Also: Nach 22 Uhr keine Fangesänge und - so schwer das fällt - nur sehr gemäßigter Torjubel“, so Schmitz.

Public Viewing in kleinem Rahmen ist doch möglich - und wird auch in Trier angeboten. Die Arena beispielsweise bleibt von der Europameisterschaft doch nicht ganz unberührt. Im Restaurant Front of House werden dort im Innen- und Außenbereich auf mehreren Leinwänden und Bildschirmen die Fußballspiele übertragen - natürlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln und ohne Menschenmassen. Aber schwarz-rot-gelbe Schminke, Trikots und Fahnen sind auch in Corona-Zeiten erlaubt.