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In Triers Osten droht ab Herbst ein Verkehrschaos

In Triers Osten droht ab Herbst ein Verkehrschaos

Verkehrschaos vorprogrammiert: Die Stadt Trier will die Gartenfeldbrücke im Herbst sanieren. Die zentrale Verbindung zwischen Triers Osten und der Innenstadt soll ab dem 26. September acht Wochen lang komplett gesperrt werden.

Selten steckte soviel Zündstoff in einer so kurzen Mitteilung. "Instandsetzung der Gartenfeldbrücke" steht über der inklusive der Anrede und des letzten Satzes "Wir danken für Ihr Verständnis" nur 17 Zeilen umfassenden öffentlichen Mitteilung des Trierer Tiefbauamts, die "An die Anlieger Trier-Gartenfeld und Trier-Kürenz" gerichtet ist.

Am 26. September beginnen die Arbeiten an der Brücke, verrät der Text. Das Bauwerk muss dabei "geringfügig angehoben werden", da die Brückenlager und die Übergangskonstruktionen ausgetauscht werden müssen. Deshalb wird die Brücke ab dem 16. September für den gesamten Autoverkehr gesperrt. Mit einer Bauzeit von acht Wochen sei zu rechen, kündigt das Tiefbauamt an. "Gute Witterungsbedingungen vorausgesetzt."

Fußgänger und Radfahrer dürfen die Brücke weiterhin überqueren.
Diese kurze und sachliche Mitteilung bedeutet nichts anderes als die notwendige Umleitung von täglich mehreren tausend Pendlern und Anwohnern. Die Gartenfeldbrücke ist ein Nadelöhr für den aus Trier-Ost in Richtung Innenstadt fließenden Verkehr. Sie trägt außerdem aus Tarforst und Kürenz kommende Verkehrsströme, die weiter in mehrere Stadtteile fließen. Bereits jetzt sorgen diese Ströme für Staus und Behinderungen im Trierer Osten.

Eine konkrete Umleitung hat die Stadt bisher nur für den Schwerlastverkehr im Angebot. Fahrzeuge, die schwerer als 2,8 Tonnen oder höher als 3,70 Meter sind, werden laut Mitteilung des Tiefbauamts über die Strecke Olewiger Straße, Riesling-Weinstraße, Gustav-Heinemann-Straße, Kohlenstraße, Im Avelertal und Domänenstraße gelotst. Das ist ein kilometerlanger Umweg für die Brummi-Piloten, zu deren Zielen auch die Trierer Walzwerk GmbH gehört.