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Industriepark Föhren: Krüger Logistik nimmt weiter Fahrt auf

Industriepark Föhren: Krüger Logistik nimmt weiter Fahrt auf

Der Standort Föhren wird ausgebaut. Zwei Millionen Euro Fördergeld kommen vom Land und der EU.

Seit Fritz Krüger am 1. Juni 1945 das Transportunternehmen Krüger aus der Taufe gehoben hat, ist die Firma kontinuierlich gewachsen. Zunächst unter der Führung seines Sohnes Jürgen, dann unter dem Enkel Marcus Krüger. Dieser führt heute die Familientradition fort als Geschäftsführer der MK Service & Logistik GmbH. Geschäftsfelder sind Transport, Umschlag, Versand- und Lagerlogistik sowie Kommissionierung. Die Verwaltung ist noch am Betriebsstandort Schweich-Issel untergebracht.

Zuletzt hat Krüger stark Fahrt aufgenommen. Erst 2014 war das neue Logistikzentrum im Industriepark Region Trier (IRT) in Betrieb gegangen, nun will das Familienunternehmen weiter expandieren und nebenan auf 2,2 Hektar Fläche eine neue Lagerhalle bauen. Investitionsvolumen: rund elf Millionen Euro. Dabei wird Krüger vom Land und der Europäischen Union (EU) unterstützt. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing war kürzlich eigens zu Krüger nach Föhren gereist, um einen Förderbescheid über zwei Millionen Euro zu übergeben. Eine Million Euro steuert das Land bei, eine Million kommen aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

"Die Förderung ist außergewöhnlich hoch, aber auch gut angelegt", sagte der Minister. Die Erweiterung sei ein gutes Signal für den Standort, die Region und die Beschäftigten. Er brach eine Lanze für mittelständische Familienunternehmen wie das der Krügers. Diese böten eine gesunde Perspektive, so Wissing.
Im Beisein von Geschäftspartnern und der Familie - mit Tochter Julia und Sohn Lukas steht schon die vierte Generation in den Startlöchern - erläuterte Marcus Krüger das Vorhaben. Die geplante 13 400 Quadratmeter große Halle sei in punkto Brandschutz sowie Sicherheits- und Lagertechnik auf dem neuesten Stand. Auch wassergefährdende Stoffe können gelagert werden. Die Beschäftigtenzahl soll um 15 auf 32 steigen.
Krüger ergriff die Gelegenheit und machte den Minister auf zwei Probleme aufmerksam, mit denen nicht nur seine Firma zu kämpfen hat: den Fachkräftemangel und Lücken in der Verkehrsinfrastruktur (A 1, Biewerbachtalbrücke). Kraftfahrer und Lagerarbeiter zu finden, das sei heute sehr schwierig, sagte Krüger. Wissing möchte, dass das Potenzial der Flüchtlinge besser genutzt wird. Hier sieht er den Bund mit einem Zuwanderungsgesetz und einer Stärkung der beruflichen Bildung in der Pflicht.

Beim Thema Straßenbauprojekte warb Wissing um Geduld. Rheinland-Pfalz habe im laufenden Jahr 570 Millionen Euro in den Straßenbau investiert, so viel wie noch nie. Auch der Bund investiere viel, schicke aber auch einen "Koffer voller Gesetze" mit. Wissing: "Das Geld ist da, aber wir müssen ein Gutachten nach dem anderen machen. Die Gesetzgebung von EU und Bund wird immer komplizierter."