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Industriepark Region Trier wächst weiter

Industriepark Region Trier wächst weiter

Der Industriepark Region Trier (IRT) bleibt im Aufwind: Drei große Baustellen auf dem Gelände neben der A 1 zeugen von erneuter Expansion. Ein Paketdienst, eine Nussrösterei und ein Werkzeughersteller errichten zurzeit dort neue Betriebsstätten. Insgesamt wird die Zahl der Beschäftigten im IRT dadurch auf rund 1900 wachsen.

Föhren/Hetzerath. Auf dem Gelände einer ehemaligen französischen Hubschrauberbasis beim Flugplatz Föhren startete 1992 der Industriepark Region Trier (IRT). Was im bescheidenen Rahmen als Konversionsprojekt begann, hat inzwischen gewaltige Ausmaße erreicht: Derzeit arbeiten zwischen Föhren und Hetzerath mehr als 1700 Menschen in den unterschiedlichsten Branchen. Mit den drei Neuzugängen wächst die Zahl der Betriebe auf nunmehr 110. Die Erschließung des Areals ist nahezu abgeschlossen. Gerade in den vergangenen Jahren hatte das Industriegelände auf der Grenze der Kreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich erhebliche Zuwächse - darunter Großansiedler wie Brohl Wellpappe. Derzeit errichten drei weitere Unternehmen neue Betriebsstätten im IRT.

Das Logistikunternehmen DPD Paketdienst baut für rund neun Millionen Euro eine neue Paketsortieranlage. Die alte DPD-Niederlassung in Sehlem, seit 1985 mehrfach erweitert, war an ihre Grenzen gestoßen. Rund 150 Beschäftigte bringt DPD von Sehlem mit zum IRT. Die neue Sortieranlage leistet mit einem Stundendurchlauf von 7500 Paketen das Doppelte der Sehlemer Kapazität. Insgesamt hat DPD eine Fläche von 27 600 Quadratmetern erworben. Die darauf entstehende Halle misst 4500 Quadratmeter, der Hof für rund 60 Zustellfahrzeuge 16 000 Quadratmeter. Im Herbst 2011 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. DPD hatte das Betriebsgelände am alten Standort Sehlem langfristig gemietet. Der Vertrag läuft zum Jahresende aus. Neben dem Raum Trier bedient das Depot im IRT künftig die Region von Stadtkyll im Norden über Wittlich bis Idar-Oberstein und Baumholder im Südosten.

Die Nussrösterei Max Kiene GmbH Hamburg errichtet eine 5500 Quadratmeter große Produktionshalle, um Transportwege zu den Kunden im Südwesten zu sparen. In dieser Anlage werden importierte Nüsse und Pistazien geröstet, gesalzen und für Lebensmitteldiscounter als Hausmarken verpackt. Die Zahl der Beschäftigten beträgt zunächst 20. Nach Angaben der Kiene GmbH ist die neue Anlage auf Expansion ausgelegt. Mittelfristig sollen die Produktionskapazität und die Zahl der Mitarbeiter im IRT erhöht werden. Die neue Rösterei wird noch 2011 in Betrieb gehen.

Der Spezialist für Elektrofeinwerkzeuge, Proxxon GmbH, verlagert seinen bestehenden Betrieb von Niersbach in den IRT. Auf einer Betriebsfläche von 28 000 Quadratmetern errichtet Proxxon ein 5000 Quadratmeter umfassendes Lager- und Betriebsgebäude mit 600 Quadratmetern Bürofläche im Obergeschoss. Im August 2011 soll der Betrieb am neuen Standort beginnen.

Proxxon produziert Elektrofeinwerkzeuge für Modellbauer, feinmechanische Betriebe, Formen- und Werkzeugbauer, Optiker, Juweliere und ähnliche Branchen.

EXTRA

DER INDUSTRIEPARK REGION TRIER (IRT)



Träger des IRT ist ein kommunaler Zweckverband der Kreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, der Stadt Trier, der Verbandsgemeinden Schweich und Wittlich-Land sowie der Ortsgemeinden Bekond, Hetzerath und Föhren. Das fast fertig erschlossene Gelände umfasst 105 Hektar Fläche. 75 Hektar davon sind für kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen. 35 Hektar stehen für Großbetriebe mit bis zu 20 Hektar Fläche zur Verfügung. Inzwischen sind über 60 Prozent der Flächen an Unternehmen verkauft. Etwa 1700 Menschen arbeiten derzeit im IRT. 2012 könnte die 2000er-Marke überschritten werden. (f.k.)