Informativer Panoramablick über Trier

Bei Touristen wie bei Einheimischen erfreut sich der Aussichtspunkt Sickingenstraße großer Beliebtheit. Neue Informationstafeln sollen nun helfen, Triers historische Sehenswürdigkeiten zu identifizieren. Gleichzeitig bieten sie einen spannenden Überblick über die Geschichte des Tals und der Stadt.

Trier. (QO) Über Jahre hinweg nur wenig mehr als ein Geheimtipp, ist der Aussichtspunkt Sickingenstraße auf dem Petrisberg im Rahmen der Landesgartenschau 2004 neu ausgebaut und so endgültig aus seinem Dornröschenschlaf geweckt worden. Nun wird er durch sieben attraktiv gestaltete Informationstafeln ergänzt. "Ich kann den Platz von meinem Fenster aus sehen, hier sind immer viele Menschen", stellt Simone Kaes-Torchiani fest. Die Tafeln hat die Baudezernentin und Beigeordnete der Stadt Trier nun offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Geplant wurden diese bereits zu Gartenschauzeiten; Ortsbeiräte wurden um ihre Unterstützung gebeten. "Wir haben bereits vor drei Jahren 4000 Euro bereitgestellt", sagt Elisabeth Ruschel, Ortsvorsteherin von Heiligkreuz. "Es war keine große Überredungskunst notwendig - derartige Tafeln gibt es doch in allen größeren Städten." Auch die Ortsbeiräte von Mitte/Gartenfeld, Trier-Süd und Olewig stimmten zu.

Geschichte des Tals ab 40 000 Jahre vor Christus



25 000 Euro haben die Tafeln insgesamt gekostet: Die erste beauftragte Firma musste Konkurs anmelden, die "Kliomedia GmbH" brachte den Auftrag zu Ende. Redaktionell betreut wurden die Informationstafeln von Lukas Clemens und Klaus-Peter Goethert (Universität Trier) und Hartwig Löhr (Rheinisches Landesmuseum); anschaulich schildern sie die Geschichte des Tals ab der Eiszeit 40 000 Jahre vor Christus, die Stadtgründung sowie Trier in der Spätantike und dem Mittelalter bis heute. "Endlich haben wir auch so etwas", freut sich Elisabeth Ruschel: "Die Tafeln sind eine echte Bereicherung."