Infotafeln und grünes Klassenzimmer

TRIER-SÜD. (cofi) Bevor der Ortsbeirat Trier-Süd das ihm zur Verfügung stehende Geld investiert, wird naturgemäß diskutiert. Vor allem die geplanten Informationstafeln am Aussichtspunkt auf dem Petrisberg entwickelten sich zum Tagesordnungspunkt mit zusätzlichem Klärungsbedarf. Die Entscheidung, welchen Teil die Schulen vom Kuchen bekommen, vertagten die Politiker ebenfalls.

4000 Euro soll der Ortsbeirat Trier-Süd locker machen. Die werden für zwei von insgesamt elf Tafeln auf dem Petrisberg benötigt. Touristen sollen von dort aus beim Blick über die Stadt-Mitte, Olewig, Heiligkreuz und eben Trier-Süd mit Informationen über Geschichte, Bauwerke und weitere wissenswerte Details versorgt werden. Den Politikern aus der Südstadt allerdings war das Konzept bislang noch nicht vorgestellt worden. So entstand Verwirrung bei der Frage, was auf den Tafeln zu sehen sein soll und wie Trier-Süd präsentiert wird. Die Beiräte sahen auf den von Ortsvorsteher Werner Schulz mitgebrachten Unterlagen anderes, als der Stadtteilchef erklärte. Bis zur nächsten Sitzung soll es einen Ortstermin geben. Außerdem wurde Schulz beauftragt, beim zuständigen Amt detaillierte Visualisierungen der Darstellungen zu ordern. Eltern und Schulleitung der Matthias-Grundschule stellten dem Ortsbeirat ein ehrgeiziges Projekt vor. Geplant ist die Umgestaltung des bislang wenig attraktiven Schulhofs. Die alte Asphaltdecke soll entsiegelt, die Flächen neu geordnet, mit Pflanzen, Spiel- und Sportmöglichkeiten aufgewertet werden. In einem grünen Klassenzimmer kann im Sommer der Unterricht im Freien abgehalten werden. Den ersten Planungen zufolge, die Schulleiter Werner Karsten und Vater und Architekt Hubertus Hillinger erläuterten, belaufen sich die Kosten auf eine Summe von rund 160 000 Euro. Eltern, Schule und Kinder sind bereits aktiv geworden, haben Spenden gesammelt, Vereine, Stiftungen und andere fördernde Institutionen angeschrieben. Die Entscheidung, in welcher Höhe Einzelmaßnahmen bezuschusst werden sollen, stellte der Ortsbeirat noch zurück, da die Beratungen über die Verteilung des neuen Budgets noch ausstehen und auch andere Schulen und Projekte im Stadtteil berücksichtigt werden müssten. Einen Prüfantrag stellte der Ortsbeirat zum Schluss der Sitzung einstimmig an die Verwaltung, wie die Sicherheit von Radfahrern optimiert werden könne, die aus der Eberhardstraße kommend die Südallee queren.