INFRASTRUKTUR

Zur Berichterstattung über die (Teil-)Sperrung von Sporthallen in Trier:

Der Begriff Sportstadt wird immer wieder gerne mit Trier in Verbindung gebracht, vor allem wegen der Trierer Spitzensportvereine und der großen Sportveranstaltungen. Trier ist aber vor allem Sportstadt wegen der vielen Sportvereine, die im Jugendbereich bis hin zum Seniorenalter der Gesellschaft ein breites Angebot machen. Dieses Angebot basiert auf der ehrenamtlichen Arbeit von vielen Menschen, die sich Woche für Woche dem Gemeinwohl verpflichtet zeigen und einen riesigen Beitrag zum sozialen Miteinander leisten. Im Zeitalter der zunehmenden Anonymisierung unserer Gesellschaft sind gerade Vereine ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders. Die Sportvereine sind aber darauf angewiesen, dass sie kommunale Sportanlagen kostenfrei nutzen können. Leider wird das in Trier in der letzten Zeit immer schwieriger. Es vergeht fast kein Tag ohne neue Hiobsbotschaften. Dass in diesem Bereich in den vergangenen Jahren notwendige Sanierungen versäumt oder auch falsche Prioritäten gesetzt wurden, ist wohl unbestritten. Jetzt, da diese Misere ungeahnte Ausmaße annimmt, ist es aber an der Zeit, endlich zu handeln - und zwar mit Sofortmaßnahmen. Wenn hier weiter nur Konzepte erarbeitet und diskutiert werden, werden Sportvereine und vor allem auch Schulen handlungsunfähig. Wenn wir beim Sport, vor allem auch beim Schulsport, nachlassen, erhöhen sich mittelfristig die Kosten in anderen Bereichen wie Sozialarbeit oder Gewaltprävention. Zahlreiche Einrichtungen und Maßnahmen werden vom Steuerzahler subventioniert, daher müssen auch die dringend notwendigen Sanierungen oder Neubauten von Schul- und Sporthallen auf der städtischen Prioritätenliste ganz schnell nach ganz oben gesetzt werden. Hier gibt es keinen Diskussions-, sondern Handlungsbedarf! Marco Marzi, Trier, Präsident des Basketballverbands Rheinland-Pfalz und Vorsitzender des Trimmelter Sportvereins