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Innenminister verurteilt Angriff auf Polizisten in Trier

Innenminister verurteilt Angriff auf Polizisten in Trier

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat den Angriff einer mutmaßlichen Rockerbande auf eine Polizeistreife und eine Gruppe von Passanten in der Trierer Innenstadt scharf verurteilt. Beim Angriff am Samstagmorgen war ein Polizist schwer verletzt worden.

"Ich finde es unerträglich, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte bei ihrer Arbeit auf so unerhörte Art verletzt und verunglimpft werden", erklärte Lewentz am Samstag in einer Mitteilung. Gewalt gegen Polizisten sei in keiner Weise zu tolerieren oder zu rechtfertigen, die Aggression müsse konsequent geahndet werden, so der Minister.

Beim Angriff der mutmaßlichen Rockerbande am Samstagmorgen in der Karl-Marx-Straße waren erst drei Mitglieder einer Gruppe von Passanten verletzt worden, danach ein 57-jähriger Polizist und seine 43-jährige Kollegin. Auch einer der Tatverdächtigen wurde verletzt. Die fünfköpfige Gruppe konnte erst nach Einsatz von Verstärkungen festgenommen werden.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums unter Verweis auf die Polizei hatten Passanten beobachtet, wie eine Person aus der Gruppe Kanaldeckel aus der Straße hob. Als die Passanten die mutmaßlichen Täter ansprachen, wurden diese bereits angegriffen. Als die Polizisten hinzukamen, wurden diese ebenfalls zusammengeschlagen. Die 43-Jährige erlitt schwere Prellungen im Gesicht und Oberkörper, der 57-Jährige zog sich nach derzeitigem Kenntnisstand einen Bruch der linken Augenhöhle und drei große Platzwunden im Gesicht zu. Er musste zur Behandlung in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Update Sonntag, 19 Uhr: Die Tatverdächtigen wurden am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt, die Staatsanwaltschaft will am Montag über die Ermittlungen berichten. Neben dem 57-jährigen Polizisten ist auch einer der drei Passanten schwer verletzt worden, so ein Sprecher der Polizei gegenüber volksfreund.de.